Luca: Nun knöpfen sich Landesdatenschützer die umstrittene App vor

[o1] zivilist am 16.04. 12:29
+3 -
Geil: erst werden in ein paar Bundesländern die App lizensiert und nun schauen die Datenschützer drauf. Bei der CWA Entwicklung war es umgedreht: Datenschützer waren an erster Front und deswegen hat u.a. so lange gedauert.
[re:1] steffen2 am 16.04. 12:35
+2 -
@zivilist: bei JEDER ähnlichen App wäre die Kritik genau so vorhanden.
[o2] Rob Otter am 16.04. 12:33
+8 -
Ich weiß nicht so recht, wie ich das Ganze bewerten soll. Einerseits wird die Politik immer für ihre Langsamkeit und Bürokratie kritisiert und dafür, keine schnellen pragmatischen Wege zu gehen, selbst wenn es drauf ankommt (häufig völlig zu Recht). Wenn sie es dann mal tut, wie in diesem Fall, und sie fällt auf die Nase (was auch nicht selten passiert), dann schreit es aus allen Ecken "das hätte man ja wohl vorher prüfen sollen" - was auch wiederum richtig ist.
Kurzum, der schwarze Peter liegt immer bei der Politik, egal was sie macht. Nein, damit will ich die Politiker NICHT in Schutz nehmen - ich bin nur froh, dass ich keiner bin, denn einen echten Ausweg aus diesem grundsätzlichen Dilemma sehe ich persönlich nicht.
[re:1] mirkopdm am 16.04. 14:02
+2 -6
@Rob Otter: Na die "Kritik" hier bei der Luca-App liegt wohl eher daran, dass man mit Gewalt die Spahn-App als alleiniges Erfolgsmodell darstellen will.

Wann fing denn die Kritik an Luca an? Als sie erfolgreich wurde und klar war, dass deren Akzeptanz um weiten höher ist, als bei einer offensichtlichen Fehlinvestition der Spahn-App.

Aber wie immer zur Ergänzung: beide Apps werden ihren Weg nicht auf mein Handy finden.
[re:1] MancusNemo am 16.04. 14:20
+1 -
@mirkopdm: Warum das? Die Offizielle Corona Warn App, da kriegst du sogar den Quellcode. Sogar eine Version kompatible zu microg. Also welche Wünsche hättnse denn noch gerne? Ich werd mir die App mal anschauen, ob die Sinn macht, auch für andre. Bei mir ist Bluetooth aber eher supoptimal. Und im Geschäft ist man so schnell durch, da halte ich eine Ansteckung für unwahrscheinlich. Ansonsten kenn ich die Leute die ich treffe!
[re:2] Link am 16.04. 14:26
+2 -
@mirkopdm: Nein, was an der Luca-App kritisiert wird, kannst du in den ersten paar Suchergebnissen von https://winfuture.de/suche/?q=luca#gsc.tab=0&gsc.q=luca nachlesen, der Erfolg ist es nicht. Die CWA wurde hingegen sogar vom CCC gelobt.
[re:3] 1ST1 am 16.04. 15:48
+2 -2
@mirkopdm: Die CWA ist über 10x öfters installiert als wie Luca. Wo ist da nun wohl die Akzeptanz höher?
[re:2] Link am 16.04. 14:20
+1 -
@Rob Otter: Nun ja, ein schneller, pragmatischer Weg sollte nicht gleich ein völlig unüberlegter Schnellschuß werden nur weil man eventuell nicht die Zeit hat alles zu Tode zu quatschen und zu prüfen. Da muss es doch auch irgendwelche Zwischenlösungen geben.
[o3] diwi am 16.04. 14:06
+3 -2
Echt mal:
Was ist denn die tatsächlich und real existierende Alternative?
Antwort:
Ein Stapel wild aufgehäufter Zettel mit den Daten der Geschäftsbesucher. Fein aufgetischt für alle Besucher/Kunden und das Personal.

Datenschutz? Was ist das?

Und der Gipfel:
Das Gesundheitsamt interessiert sich nicht einmal für den Sammelaufwand.
Wo landen die Daten dann? Im für Jedermann zugänglichen Abfall.

Super!
[re:1] Blubbsert am 16.04. 14:29
+2 -2
@diwi: Ordner kennst du aber?
Der Betrieb nimmt 15 Ordner. Für 15 Tage, weil 14 Tage müssen sie die Daten speichern + 1 Ordner für den aktuellen Tag.
Dann gibt man dem Kunden einen Zettel für seine Daten. Den heftet man dann in den entsprechenden Ordner ab.
Der Ordner muss ja nicht frei zugänglich rumliegen. Der kann ja im Hinterzimmer liegen. Dann sieht nur das Personal alle Daten.

Wenn ein Fall auftritt, dann kann man einfach den entsprechenden Ordner nehmen & die Leute kontaktieren.
Ja, das ist Arbeit. Aber besser die Arbeit, als einen Cluster zu bilden mit vielleicht Toten.

Und zur Datenschutzkonformen Entsorgung kommen die alten Zettel durch einen Aktenvernichter.
[re:1] diwi am 16.04. 14:47
+2 -
@Blubbsert:
Du beschreibst den Idealfall.
Geh mal in die Realität.
[re:1] DerTigga am 16.04. 15:53
+ -1
@diwi: Wie veraltet ist deine Info denn evt ? Ich zumindest hab schon seit Wochen nie mehr als nen einzigen entsprechenden "Zettel" 'offen herum liegen' sehen...
[re:1] diwi am 16.04. 15:58
+ -2
@DerTigga:
Ich habe mich seit Monaten eingeschlossen, um das Elend nicht mehr sehen zu müssen!
Reicht das?

Schön, dass es bei Euch scheinbar funktioniert.
Alles sehr beflissene und rechtschaffende Verhältnisse bei Euch. Gratuliere.
[re:2] DerTigga am 16.04. 16:03
+1 -
@diwi: Ich war auch nicht sonst wie oft entsprechend "draußen", geb ich gerne zu. Aber in besagten Fällen bin ich nie auf herrenlos / unbeaufsichtigt bleibende Zettelwirtschaft gestoßen oder sagen wir mal hart: ne sich, womöglich gleich zig Zettel auf einmal, Daten untern Arm klemmen und damit flitzen gehn können Konstellation.
[re:2] tueftler42 am 16.04. 15:02
+ -
@Blubbsert: Unleserliche Handschriften, absichtliche Fehleintragungen,,... möchte nicht wissen wie viele "Max Mustermann's" in letzter Zeit Brötchen holen waren.

Noch dazu, darf der, der den Aktenordner pflegt keine Fehler machen, dann darf der, der hinterher am rumtelefonieren ist keine Fehler machen.. Wo wir wieder dabei wären.. ist die Telefonnummer richtig bzw. gerade erreichbar. Wenn du als Kontaktperson angerufen wirst, wenn du gerade am Autofahren bist, gehst du sicher auch nicht sofort dran. Also darf sich der Anrufer dich erstmal aufschreiben mit "Später nochmal"

Das ist immer schnell gesagt, dass sowas ja einfach und sicher wäre, in der Praxis würde es an der schieren Masse scheitern. Wenn es dich mal erwischt und du den Tag vorher bei nur 3 Läden wärst, jeder Laden auch nur 100 Besucher pro Tag hat.. darf man erstmal 300 kontakte abtelefonieren oder versuchen per Mail zu erreichen.

Die CWA sollte da Abhilfe schaffen und wurde, zu Recht, um die Leute zu beruhigen open source entwickelt. Jeder 2. hatte sich plötzlich zum Datenschützer vor dem Herrn empfunden und twitterte über Facebook fleißig, dass er/sie/es sich nicht überwachen lassen will und bei der Luca App soll sich jetzt nicht wegen Datenschutzproblemen aufgeregt werden dürfen.

Die CWA App bräuchte nur wenige Dinge, flächendeckenden Einsatz und den Willen der Leute, auch ihren Befund zu melden, damit die Kontakte eben Bescheid wissen. Wenn dann auch noch die Praxen und Ämter mit Rat und Tat zur Seite stünden, wenn man mal die Nachricht bekommt, dass man mit einem Kontakt hatte, den es erwischt hat, wäre doch schon viel gewonnen.
[re:1] DerTigga am 16.04. 15:59
+ -
@tueftler42: ähm..Smartphones bzw Provider haben neuerdings keinen für den Anrufer besprechbaren Anrufbeantworter mehr im Angebot = da MUSS jemand zwingend nochmal anrufen ?
Und so ganz grundsätzlich: der darf dann nicht auf stur schalten bzw das an irgend nen Amt durchreichen mit der Aussage: leider misslungener Kontakversuch, nun seid ihr dran, mit es versuchen ! .. ?
[re:1] tueftler42 am 16.04. 16:19
+ -
@DerTigga: Ich hab ja auch nicht geschrieben, dass der Anrufer dann auf stur schalten darf/wird, sondern dass er sich aufschreiben darf "später nochmal versuchen" denn auf einen Rückruf, dürfte der sich in dieser Sache auch nicht verlassen.

Es sollte halt ein Beispiel dafür sein, dass an der Stelle Zettel und händisches Kontaktieren zu schnell an seine Grenzen gehen würde. Die App kann sich automatisch immer wieder per Pushnachricht melden, ohne dass einer bei irgend einem Amt sitzen muss.
[re:2] DerTigga am 16.04. 16:34
+ -
@tueftler42: Die Kernfrage ist dabei aber noch unbeantwortet: Ist so jemand bzw eben ein z.B. normaler Angestellter oder meinetwegen auch Besitzer eines Restaurants verpflichtet, sich das auf Wiederholung legen zu müssen ?
Ist der wirklich oder gar gesetzlich dazu verpflichtet, da zigmal nachhaken / erneut zu versuchen bzw sich (so stark) als Erfüllungsgehilfe des Gesundheitsamts hervortun zu müssen ?
Mal streng gesehen: dieser Jemand hat da ne offiz Amtsgewalt bzw Infektionszustand von jemandem zig Leuten offiziell verkünden dürfen oder gar müssen Befugnis inne ?
Nicht das ich da so wirklich Partei für das eine oder andere ergreifen möchte..aber nen (rechtlicher) Selbstläufer ist das in meinen Augen nun nicht grade..?
[re:3] tueftler42 am 16.04. 18:34
+ -
@DerTigga: Meinen Infos nach, ich mag mich da irren,.. ruft hinterher nicht der Ladeninhaber bei den Leuten an.

Der Erkrankte geht ja zum Arzt, wird positiv getestet und sagt dem Arzt "Ich war gestern bei Bäcker X". Der Arzt oder das Gesundheitsamt fordert dann von dem Laden die Unterlagen an und fängt dann an zu versuchen die Leute zu kontaktieren.
[re:2] 1ST1 am 16.04. 15:49
+1 -
@diwi: "Was ist denn die tatsächlich und real existierende Alternative?"

Die CWA! Heute soll das QR-Code-Update kommen.
[re:1] diwi am 16.04. 16:00
+ -2
@1ST1:
Die Initative dazu ist aber erst entstanden, als "Konkurrenz" aufkam!
[re:3] floerido am 16.04. 17:22
+ -
@diwi: Für solche Summen gehört sich einfach eine Ausschreibung und da wären dann mit Sicherheit auch alternative Anwendungen als Bewerber aufgekommen, die etwas weniger ins Marketing gesteckt haben und dafür vielleicht mehr in die Prüfung. Dann hätten die Entscheider die Angebote verglichen, z.B. wie es mit Datenschutz ausschaut.
In Berlin hat z.B. der Landes Datenschutzbeauftragter erst nach der Vertragsunterschrift erfahren, dass eine entsprechende App eingesetzt werden soll.
Das sieht einfach sehr stark nach Korruption aus.
[o4] Orsetti am 16.04. 18:33
+ -2
Bin der Meinung, wir brauchen eine App, die hilft, mit registriertem Namen die Kontakte zu ermitteln und Vollautomatisch den Gesundheitsämtern auf Knopfdruck die Kontaktketten zu geben. Dann hat der Kontakt sich testen zu lassen oder in Quarantäne zu gehen. Das machen die erfolgreichen Länder auch so. Laut schreien tun nur die, die sich nicht an die Regeln halten, wenn dann dank der App aufkommt, dass man mit 25 Leuten abends zusammen war.

Wir haben einen nationalen Notfall. Es ist deutsche Gestörtheit, den Datenschutz dazu zu verwenden, notwendige Maßnahmen zur Eindämmung des Mistvirus zu verhindern. Hier ist Lebensschutz wichtiger als Privatsphäre. Ich habe schon 2 Leute eklig an (nicht mit) Covid 19 verrecken sehen. Selbst, wenn diese Menschen alt waren, haben sie ein solch schreckliches Ende nicht verdient gehabt. Die sind tagelang in ihrer eigenen Lunge ertrunken. Hinter so etwas hat vorübergehend die Privatsphäre hinten an zu stehen.
[o5] aguilucho am 16.04. 23:16
+ -
Die die solche Apps entwickelt haben sollten zur kasse gebeten werden und unsere steuern zurückzahlen statt eine halbherzige presseapp rauszubringen. Warum nicht einfach mal ein paar jahre testen und entwickeln statt gleich mit so etwas halbfertigen zu kommen
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