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Windows 10: Microsoft killt die zentrale Funktionalität der Timeline

Microsoft hat seine Timeline erstmals 2017 vorgestellt, nach einer Pre­view-Phase wurde das Feature dann im Frühjahr 2018 an alle Nutzer ver­teilt. Doch diese ignorierten die an sich ambitionierte Funktionalität und deshalb überrascht es nicht, dass nun das Quasi-Aus kommt.
15.04.2021  09:21 Uhr
Die "Zeitleiste" von Windows 10 wollte eigentlich einen umfassenden Verlauf aller nur denk­baren Aktivitäten bieten und das über Gerätegrenzen hinweg. Die Idee: Dokumente, der aktuelle Stand des Browser-Verlaufs und Programme sollten auf allen vom Nutzer ver­wen­deten Geräten sofort erreichbar sein. Anwender sollten "nahtlos" von Windows 10 auf ein Mobilgerät wechseln können (bzw. vice versa) und Arbeit etc. gleich fortsetzen zu können. Das Problem: Fast alle Nutzer ließen die Timeline-Funktionalität links liegen. Zahlen nennt Microsoft dazu zwar keine, man kann aber davon ausgehen, dass die Zeitleiste ein praktisch unbenutztes Feature war. Zuletzt hat der Redmonder Konzern gleich mehrere wichtige Standbeine der Timeline abgesägt, vor allem die de facto nun aufgegebene Microsoft-Assistentin Cortana, im Herbst 2020 wurde die Timeline dann auch im Microsoft Launcher für Android entfernt.

Microsoft stellt das Timeline-Feature von Windows 10 vor
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Keine Synchronisierung mehr

Im gestern Abend freigegebenen Insider Preview Build 21359 findet sich in den Änderungen eine Passage, die mitteilt, dass jene, die den Aktivitätsverlauf über das Microsoft-Konto geräteübergreifend synchronisiert haben, nicht mehr die Möglichkeit haben, neue Aktivitäten in Timeline hochzuladen - für normale Nutzer wird das allerdings erst im nächsten Herbst, also bei Version 21H2, aktuell.

Das bedeutet konkret, dass die Timeline im Prinzip abgeschafft wird. Kurz nach der Freigabe des Blogbeitrags zu Build 21359 hat Microsoft eine Klarstellung zum Thema Timeline nachgefügt und merkt an: "Die Timeline und ihr gesamter lokaler Aktivitätsverlauf bleiben unter Windows 10 erhalten."

Gegenüber The Verge teilte der Konzern überdies mit, dass nicht die Timeline verschwindet, sondern nur "eine Fähigkeit innerhalb der Timeline, die spezifisch für geräteübergreifendes Roaming ist". Das bedeutet aber dennoch nichts anderes als den Tod der Zeitleiste, da der geräteübergreifende Zugriff im Wesentlichen der ganze Sinn und Zweck der Timeline war.

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