Counter-Strike: Organisierter Wettbetrug ruft FBI auf den Plan

Johannes Schaller, 05.04.2021 17:10 Uhr 22 Kommentare
Aktuelle Ermittlungen wegen Wettbetrugs und Manipulation im E-Sports-Shooter Counter-Strike: Global Offensive erreichen eine neue Grö­ßen­ord­nung. Da außenstehende Syndikate involviert sein sollen, nimmt sich nun sogar das FBI den Fällen an. Der Shooter Counter-Strike: Global Offensive aus dem Hause Valve zählt seit Jahren zu den größten E-Sports-Titeln. Die einstige Half-Life-Mod in ihren kompetitiven Iterationen Coun­ter-Strike 1.6, Counter-Strike: Source und momentan Counter-Strike: Global Offensive wur­de immer wieder von kleineren und größeren Betrugs-Skandalen heimgesucht. Aktuelle Er­mitt­lun­gen bezüglich Wettmanipulation fördern jedoch Verbindungen zum organisierten Ver­bre­chen zu Tage - und rufen die zentrale Sicherheitsbehörde der USA, das Federal Bureau of Investigation (FBI) auf den Plan.

Ian Smith, Chef der gegen Betrug im E-Sports kämpfenden Esports Integrity Commission (ESIC), äußerte sich vor wenigen Tagen in einem Interview mit dem YouTuber slash32 zu den aktuellen Fällen. Im Laufe der Ermittlungen sei man demnach auch auf Vergehen ge­sto­ßen, die in ihrer Größe und Organisation selbst für Behörden wie das FBI von Bedeutung sind.

Syndikate bestechen Spieler

"Wir haben eine fokussierte Ermittlung, in der wir wirklich gute Beweise haben, von Discord, verschiedenen Chatlogs, Screenshots, Auf­nah­men von Spielern, die wir eine lange Zeit sper­ren werden", so Smith. "Aber das ist Teil einer weitaus größeren Ermittlung, die un­glück­li­cher­wei­se länger dauern wird. Es gab unter einer relativ kleinen, aber signifikanten Gruppe über lange Zeit organisierte, manipulierte Matches in der nordamerikanischen MDL (Mountain Dew League)." Dass nun sogar das FBI involviert ist, liege daran, dass einige Spieler von außenstehenden Syndikaten bestochen worden seien, um den Ausgang der Partien zu beeinflussen.

Bereits im August 2019 wurden 6 australische Spieler wegen Manipulation von Wetten ver­haf­tet. Auch hier arbeitete die ESIC mit den Behörden zusammen, denn in Australien ist Wett­be­trug ein Verbrechen, das mit einer Gefängnisstrafe geahndet werden kann. Fünf der Spieler sehen sich mit bis zu 10 Jahren Haft konfrontiert.

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