Acer soll erpresst werden: Hackergruppe fordert 50 Millionen Dollar

Nadine Dressler, 20.03.2021 16:36 Uhr 12 Kommentare
Der Computerhersteller Acer soll Opfer eines Erpressungstrojaners ge­worden sein. Acer selbst gibt derzeit nur zögerlich Informationen heraus. Die Revil-Gruppe, die hinter dem Angriff stecken soll, ist hingegen aus­kunftsfreudig und veröffentlicht interne Dokumente von Acer. Der Angriff ist aktuell noch nicht bestätigt. Die Revil-Gruppe soll gegenüber dem in Taiwan ansässige Elektronik- und Computerhersteller Acer 50 Millionen Dollar Lösegeld für die Freigabe von verschlüsselten Daten gefordert haben. Das wäre das bislang höchste bekannte Lösegeld, das je in einem solchen Fall eingefordert wurde und ist doch noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Denn Revil soll Bedingungen an die Zahlung geknüpft haben - unter anderem steigt die Forderung auf 100 Millionen Dollar, wenn nicht bis zum 28. März gezahlt wird.

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Im Gegenzug für die Zahlung bieten die Cyberkriminellen einen Entschlüsseler, einen Schwachstellenbericht und die Löschung der von ihnen gestohlenen Dateien an. Laut dem Online-Magazin Bleeping Computer hat Revil mitteilen lassen, dass man am 14. März in das Netzwerk von Acer eingebrochen sei. Zum Beweis wurden verschiedenen Dokumente veröffentlicht.

Acer bestätigt "abnormale Situationen"

Auf Anfrage von BleepingComputer gab Acer dann allerdings keine eindeutige Antwort darauf, ob das Unternehmen von einer Revil-Ransomware-Attacke betroffen ist. Stattdessen teilte das Unternehmen mit, dass man die Behörden über "kürzliche abnormale Situationen" informiert habe. Nun sei die Aufklärung im Gange.

Es hieß dabei: "Acer überwacht seine IT-Systeme routinemäßig, und die meisten Cyberangriffe werden gut abgewehrt. Unternehmen wie wir sind ständig Angriffen ausgesetzt, und wir haben die in letzter Zeit beobachteten abnormalen Situationen an die zuständigen Strafverfolgungs- und Datenschutzbehörden in mehreren Ländern gemeldet." Auf die Frage nach weiteren Details antwortete Acer: "Es gibt eine laufende Untersuchung und aus Gründen der Sicherheit können wir keine Details kommentieren."

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