Nvidia hebelt die eigene Kryptomining-Sperre durch Fehler wieder aus

Christian Kahle am 17.03.2021 10:11 Uhr
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Der Grafikchip-Hersteller Nvidia hatte kürzlich eine neue Kryptomining-Blockade in RTX 3060-Chips angepriesen. Wie das Unternehmen nun aber einräumen musste, hat man die Sperre durch einen Fehler bei den Treiber-Releases selbst wieder aufgehoben.

Die Sperre betraf die RTX 3060-GPUs. Deren offizielle Hersteller-Treiber sollten mit einer Hash-Bremse dafür sorgen, dass die Nutzung normaler Grafikkarten für die Berechnungen hinter Kryptowährungen weniger effizient ist. Miner sollten stattdessen auf die inzwischen eigens zu diesem Zweck bereitgestellten Nvidia-Produkte zurückgreifen. Dies diente in erster Linie auch der Pflege der Beziehungen zu den Stammkunden aus dem Gaming-Lager.

Die Beschränkungen waren aber durch ein Versehen plötzlich verschwunden. Wie Nvidia in einer Stellungnahme gegenüber dem US-Magazin The Verge mitteilte, kam Code durch einen Fehler in den internen Prozessen in den öffentlichen Treiber, der eigentlich nur im Kreis der Entwickler beim Unternehmen genutzt werden sollte. Die betroffene Treiber-Version 470.05 Beta sei inzwischen wieder zurückgezogen worden.

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Der Treiber-Download ist nun aber in der Welt und Interessenten finden die Software leicht auf diversen Mirror-Seiten, die automatisiert die jeweils neuesten Downloads übernehmen. Das kann insbesondere für Privatnutzer von Interesse sein, die beispielsweise auf ihrem Gaming-PC nebenher noch etwas Rechenzeit und Strom in den Betrieb von Kryptowährungs-Systemen investieren wollen.

Für Unmut hatten zuvor in erster Linie die großen Betreiber von Mining-Farmen gesorgt. Diese kauften teilweise den Markt zu guten Teilen leer. Die Gamer als langjährige Stammkunden Nvidias mussten sich auf Wartezeiten gefasst machen, wenn sie aktuelle Grafikkarten bekommen wollten. Und die enorme Nachfrage sorgte natürlich auch dafür, dass die Preise auf hohem Niveau blieben.

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