SC7295: Qualcomm arbeitet an neuer Mittelklasse-CPU für Laptops

Von Roland Quandt am 15.03.2021 13:59 Uhr
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Qualcomm gibt das Konzept der ARM-basierten Notebooks mit seinen Snapdragon-Chips nicht auf und arbeitet neben einer neuen High-End-Plattform, über die wir bereits berichtet haben, auch an einem neuen Chip der Snapdragon 7-Serie.

Der amerikanische Chipkonzern Qualcomm arbeitet neben dem neuen SC8280 High-End-SoC mit ausschließlich High-Performance-Cores auch an einem neuen Octacore-Prozessor der Snapdragon 7-Serie, der ebenfalls für Notebooks und andere mobile PCs gedacht ist. Der Chip dürfte die Nachfolge des Snapdragon 7c antreten und könnte somit seinen Platz in Geräten mit Windows und ChromeOS finden.

Eng verwandt mit neuem Smartphone-SoC

Laut uns vorliegenden Informationen aus öffentlich zugänglichen Datenbanken trägt der neue Mittelklasse-Chip für Notebooks von Qualcomm die interne Modellnummer SC7295 und ist somit eindeutig der 7-Serie zuzuordnen. Ausführliche Details liegen noch nicht vor, es ist jedoch erkennbar, dass der Chip ein Derivat des in Smartphones wie dem in Kürze erwarteten Xiaomi Mi 11 Lite verwendeten Snapdragon SM7350 ist, der ebenfalls noch nicht offiziell vorgestellt wurde.

Dies ist anhand der internen Ausstattung der beiden Chips erkennbar. Ein weiterer Hinweis auf die Verwandtschaft der für jeweils unterschiedliche Einsatzgebiete konzipierten SoCs sind die Taktraten. So hat auch der Snapdragon SC7295 - zumindest in den aktuell getesteten Entwickler-Varianten - eine maximale Taktrate von 2,7 Gigahertz.

Die Spitzenfrequenz wird allerdings nur von einem der insgesamt vier "Gold"-Kerne erreicht. Die anderen drei High-End-Cores, die Qualcomm gemeinhin als "Gold" bzw. "Gold+" bezeichnet, laufen mit maximal 2,4 Gigahertz. Hinzu kommen vier weitere Recheneinheiten, bei denen es sich um Stromspar-Kerne handelt, die immer dann verwendet werden, wenn einfachere Aufgaben erledigt werden sollen. Diese arbeiten beim Snapdragon SC7295 mit maximal 1,8 Gigahertz.

Wann wir mit ersten Geräten auf Basis der neuen Mittelklasse-CPU von Qualcomm rechnen können, ist derzeit noch unklar. Der Chipgigant dürfte sich mit seiner Produktplanung unter anderem auch Microsoft und dessen Windows-Releases anpassen müssen. Noch hält sich die Zahl der Geräte mit einer Kombination aus Windows und Qualcomm-CPU stark in Grenzen, auch weil die Performance vielfach noch nicht das erhoffte Niveau erreicht hat. Qualcomm setzt deshalb verstärkt auch auf Google und seine Chromebook-Partner als Abnehmer für die ARM-Chips für Notebooks.
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