Microsoft Store: Schleichender Tod für Bildungs- und Business-Ableger

Christian Kahle am 12.03.2021 10:18 Uhr
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Die Microsoft Store-Ableger für Kunden aus den Bildungs- und Firmen-Bereichen wird es wohl nicht mehr lange geben. Obwohl es eigentlich keine Schließung geben sollte, kann man dort bald nicht mehr einkaufen, wie das US-Magazin ZDNet berichtet.

Microsoft teilte den Nutzern der Business- und Education-Stores jetzt mit, dass über die Plattformen ab dem 14. April keine kostenpflichtigen Anwendungen mehr erworben werden können. Das dürfte darauf hinauslaufen, dass es früher oder später zu einer kompletten Schließung kommt. Denn nur für Gratis-Angebote ist der Betrieb eigener Ableger weder vom Aufwand noch von der Funktionalität her sinnvoll.

Von Seiten Microsofts gab es noch keine genaueren Angaben dazu, was hinter der Sache steckt. Vor etwas über einem Jahr waren im Management des Redmonder Konzerns allerdings schon einmal Pläne für eine Schließung der beiden Store-Ableger diskutiert worden. Damals hatte man sich allerdings gegen einen solchen Schritt entschieden. Nun aber deutet alles darauf hin, dass man sich noch einmal umentschieden hat.

Updates sollen weiter kommen

In der Mitteilung an die Nutzer der Stores erklärte Microsoft, dass sie weiterhin Updates für bereits gekaufte Anwendungen über die Plattformen beziehen können. Allerdings können keine neuen Lizenzkäufe getätigt werden. Das betrifft nicht nur Fälle, in denen Kunden eine komplett neue Applikation erwerben wollen. Ein häufigerer Fall ist es hier, dass für bestehende Volumen-Lizenzen noch weitere Kontingente nachgekauft werden müssen. Auch das ist dann nicht mehr möglich und Microsoft empfiehlt den Nutzern, sich direkt mit den Herstellern in Verbindung zu setzen.

Um die Business- und Education-Stores nutzen zu können, benötigte man zwingend einen Azure Active Directory-Account. Die Architektur hinter den Plattformen ermöglichte es Administratoren, den Zugang zum Store von den verschiedenen Einzelrechnern im Netzwerk zu unterbinden und die dort angebotenen Apps trotzdem auf allen Systemen verfügbar zu machen. Sie wurden dann zentral eingekauft und nach Bedarf an die Arbeitsplatz-PCs in der Domäne ausgespielt.

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