Amazon entwickelt intensiv einen Heimroboter - Kritiker fürchten Flop

Witold Pryjda am 10.03.2021 13:13 Uhr
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Der Versandhändler Amazon soll bereits seit mehreren Jahren einen Haushaltsroboter mit dem Codenamen Vesta entwickeln. Dieser soll nun eine "späte Prototypphase" erreicht haben und das bedeutet, dass die Markteinführung in greifbare Nähe rücken könnte.

Amazon Vesta, wie der Heimroboter bei Amazon intern heißt, wird seit mittlerweile vier Jahren entwickelt. Laut einem Bericht von Business Insider ist das auch mehr als ein Nebenbei-Projekt des Konzerns aus Seattle, denn an Vesta sollen mehr als 800 Menschen arbeiten - eine zweifellos große Zahl für ein Projekt dieser Art, im Bericht spricht man sogar von "gigantisch". Mehr als das: Das Team wächst auch weiterhin, auch das ist ein Hinweis, dass Amazon es ernst meint.

Vesta ist intern umstritten

Das bedeutet aber nicht, dass alles rund läuft. Denn offenbar ist das Projekt intern durchaus umstritten. Laut Insidern gebe es intern Kritiker, die meinen, dass Produktionsverzögerungen und Bedenken hinsichtlich der Marktattraktivität zur Folgen haben könnten, dass Vesta ein "kolossaler Fehlschlag" wie das Fire Phone sein könnte. Das erste und einzige Smartphone des Versandhändlers war ein Totalflop, Amazon setzte damit knapp 200 Millionen Dollar in den Sand.

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Bei Vesta handelt es sich um ein Alexa-basiertes Gerät, das im Haus unterwegs ist. Welche Aufgaben es dort verrichtet, ist jedoch nicht bekannt. Die Grundidee ist aber wohl, dass Vesta eine Art Amazon Echo auf Rädern ist: also ein sprachgesteuerter Assistent, der im Haus navigieren kann, auf Befehle der Nutzer reagiert und mit anderen Smart Home-Geräten zusammenarbeitet.

Dem Bericht zufolge ist es eine der größten Hardware-Initiativen, die das Lab126 in den vergangenen Jahren in Arbeit hatte. Bei Lab126 handelt es sich um jene Abteilung, die erfolgreiche Produkte wie den Kindle E-Reader, die Echo-Lautsprecher und Alexa entwickelt hat. Den Kritikern dauert die Arbeit aber bereits zu lange, sie meinen, dass das Projekt zu teuer ist, vor allem dann, wenn sich Vesta als Nischenprodukt herausstellt.

Der Roboter ist den Bericht zufolge 25 bis 36 Zentimeter breit und besitzt mehrere Kameras, einen Bildschirm, ein Mikrofon sowie diverse Sensoren, darunter für Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftqualität. Dazu kommt ein kleiner Behälter zum Transport von Objekten sowie ein Arm, der eine Kamera besitzt - dieser soll Nutzern helfen, Gegenstände wie Schlüssel im Haus zu finden.
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