Microsofts Bing vermeldet aus Versehen, dass Prinz Phillip tot ist

John Woll am 09.03.2021 15:02 Uhr
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Es ist ein Fehler, der auf automatische Aggregation von Daten zurückzu­führen ist, für Microsoft bleibt es aber ein Fauxpas. Auf Bing war für kurze Zeit zu lesen, dass Prince Philip, Gatte der Queen, verstorben sei. Der erholt sich gerade von einer Herz-Op, ist aber wohlauf.

Bing schnappt wohl eine Falschmeldung aus Versehen auf

Wegen Rassismus-Vorwürfen durch Meghan Markle und Prince Harry sind der britischen Königsfamilie aktuell mal wieder viele Schlagzeilen sicher. Abseits dieses Schlagabtausches hatte Bing vor Kurzem für kurze Aufregung gesorgt. Microsoft aggregiert zu wichtigen Persönlichkeiten ähnlich wie Google Daten, die dann bei einer Suche in einer Übersichts-Box erscheinen. Dieses automatisierte System sucht sich seine Inhalte unter anderem auf Wikipedia aber auch anderen Plattformen zusammen.

Bing Falschmeldung zu Prince Philip
Definitiv falsch, Bing: Prince Philip ist nicht tot

Bei einem dieser Streifzüge durchs Netz hat das System aber offenbar einen Infoschnipsel aufgeschnappt, der bei einer Gegenprüfung wohl sofort aufgefallen wäre. Wie Windows Central berichtet, hatte Microsoft in der Bing-Infobox zur Suche nach "Prince Phillip" oder "Duke of Edinburgh" aus Versehen seinen Tod vermeldet. Weiter war zu lesen, dass der Gatte der Queen im King Edward VII's Krankenhaus verstorben sei. Diese Information lässt auch einen Schluss zu, wie es zu der versehentlichen Falschmeldung kam.

Prince Phillip erholt sich aktuell im genannten Krankenhaus von einer Behandlung wegen Herzproblemen. Es kann nur vermutet werden, dass der Bing-Algorithmus bei seinem Streifzug durchs Netz jüngst auch eine Seite mit aufgenommen hat, die die Informationen voreilig falsch editiert hatte. Das Bing Team konnte zwar schnell reagieren und die Infobox entsprechend anpassen, die britische Zeitung Metro hatte da aber schon über den Fehler berichtet.

Fehler im System

Das Timing des Bing-Fehlers ist mit Hinblick auf Prince Philips aktuellen Gesundheitszustand natürlich besonders ungünstig, zeigt aber auch auf, dass solche Info-Systeme ohne mensch­lichen Eingriff noch an ihre Grenzen stoßen können. Die Idee, dass Netz abzuscannen und mit mangelnder Gegenprüfung darzustellen, ist auf jeden Fall fehleranfällig.
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