Epic vs. Apple: Seit Wochen suchen alle nach dem ehemaligen iOS-Chef

Christian Kahle am 25.02.2021 14:41 Uhr
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Im laufenden Rechtsstreit mit dem Computerkonzern Apple will der Spielepublisher Epic Games jetzt gern den ehemaligen Chef der iOS-Entwicklung als Zeugen vor Gericht laden lassen. Wo sich Scott Forstall allerdings gerade aufhält, weiß niemand.

Der damalige Manager verließ das Unternehmen bereits im Jahr 2013. Offiziell wurden zwar keine Details darüber bekannt, warum Apple und Forstall getrennte Wege gingen, es soll aber keine einvernehmliche Trennung gewesen sein. Vielmehr gab es Gerüchte über eine heftige interne Auseinandersetzung über den verfrühten Start von Apple Maps. In der ersten Zeit erntete der Dienst heftige Kritik, weil er noch von sehr vielen Fehlern geprägt war.

Epic wirft Apple nun vor, das Angebot, Forstall unter Eid in den Zeugenstand zu holen, nicht eingehalten hat. Bereits im Dezember soll das Unternehmen dies immerhin zugesagt haben. Und gemeinsam plante man die Anhörung für den 11. Februar. Zehn Tage vor dem Termin sollen die Apple-Anwälte dann aber mitgeteilt haben, dass man versuchte Forstall zu erreichen, dieser sich aber nicht zurückmeldete. Das berichtet FOSS Patents.

Die Verantwortlichen bei Epic wollten dann selbst noch einmal nachhaken, sie bekamen von Apple aber nur eine Postfach-Anschrift und einen Twitter-Account benannt. Eine aktuelle Telefonnummer kenne man hingegen nicht, hieß es. Beide Seiten vereinbarten zwar, es weiterhin zu versuchen, Apple setzte hierfür aber den 10. März als letzten Termin, denn man wolle nicht unendlich Zeit in die Sache stecken.

Epic erhofft sich in dem Rechtsstreit von Forstall einige Klarstellungen über die ursprünglichen Ideen, wie die Finanzen im iOS-AppStore geregelt werden sollen. Der Spielehersteller ist von der Plattform geflogen, als man die vorgeschriebenen internen Bezahlmöglichkeiten umging, um Apple keine Provision mehr zahlen zu müssen. Seit dem Abschied von Apple hat sich der Mann aber generell rar gemacht. Es gab zwar vereinzelte Gespräche mit Medienvertretern, abgesehen von einer Beteiligung an der Produktion eines Broadway-Musicals ist aber kaum etwas darüber bekannt, was er in den letzten Jahren getrieben hat.

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