Omen läuft zu schlecht: HP kauft sich eine zweite große Gaming-Marke

Christian Kahle am 25.02.2021 10:39 Uhr
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Gaming-Zubehör scheint ein vielversprechendes Standbein zu sein, wenn diverse andere Produkte zunehmend starken Schwankungen unterliegen. Der Computerkonzern HP steckt daher einiges Geld in die Übernahme der Marke HyperX.

HyperX gehört bisher zum Zubehör-Hersteller Kingston. Dieser wird auch weiterhin Produkte für den Gaming-Markt verkaufen - beschränkt sich dabei aber auf Speichersysteme wie DRAM, SSDs und USB-Sticks. Dies gilt wohl auch für jene Produkte, die bisher unter dem HyperX-Branding vermarktet wurden.

HP wird hingegen diverses anderes Zubehör für Gamer unter der nun zugekauften Marke vertreiben. Das gilt natürlich in erster Linie für die bekannten Headsets, aber auch vieles mehr von der Tastatur bis zum Mikrofon gibt es als HyperX-Produkt nun von HP. In deren Kauf investierte der Konzern nun 425 Millionen Dollar.

Omen hat es nicht gebracht

Der Computerkonzern hofft darauf, so nun endlich einen besseren Zugang zu dem lukrativen Markt zu bekommen. Das Unternehmen ist hier bereits seit einiger Zeit mit der eigenen Marke Omen unterwegs, die aber nie besonders viel Erfolg einbrachte. Im direkten Vergleich zu Konkurrenten wie Corsair, Logitech und Razer spielt Omen in der Gaming-Szene quasi kaum eine Rolle.

Die Übernahme ist dabei auch eine recht sichere Wette darauf, dass das klassische PC-Gaming weiterhin ordentliche Wachstumspotenziale bietet. HP hat im Computing-Bereich damit zu kämpfen, dass Desktops und Notebooks über Jahre hinweg schwächelten. Der Gaming-Bereich ist aber weiterhin eine feste Größe, da die Spieler gern ordentliche Summen in leistungsfähige Geräte investieren. Und auch der Zubehör-Markt wächst immer weiter - angetrieben vor allem auch durch den Trend zum gemeinsamen Spielen, was die Nachfrage nach Headsets beispielsweise immer weiter nach oben treibt. Hier hat man es mit einem Markt zu tun, der es auf Milliarden-Umsätze und ziemlich satte Gewinnmargen bringt.

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