Microsoft gibt Angestellten 5 Tage Extra-Urlaub gegen Corona-Stress

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[o1] leander am 23.02. 20:48
+6 -2
5 Tage Extra-Urlaub könnte ich auch gebrauchen, finde ich Toll von Microsoft. Aber noch wichtigeres Thema ist Schichtarbeit, das stresst sehr viel mehr. Zumindest bei meinem Job. Oder eine 4-Tage Woche aufgrund der Corona-Pandemie und endlosen Lockdown wegen politischen Versagens wäre noch besser, aber das bleibt ein Wunschdenken
[re:1] Stefan_der_held am 23.02. 21:17
+1 -
@leander: kommt auf die Art und Verteilung der Schichtarbeit an... bei uns gehts finde ich (allerdings muss ich sagen: Abhängig vom Einsatzort in Verbindung mit der Schicht).
[re:1] leander am 23.02. 22:36
+ -
@Stefan_der_held: dazu kommt auch Nachtschicht, Frühschicht und Spätschicht. Das Problem dabei ist, die Schichtarbeit ist politisch ungeregelt, die rufen den Angestellten an auf den letzten Rücker bzw. auf Abruf, komm zur Arbeit. Wenn der Arbeiter nicht kommt, gibt es Probleme mit Chef. Speziell Schichtarbeit behindert die wertvolle Zeit für persönliche Bedürfnisse
[re:1] topsi.kret am 24.02. 05:08
+ -
@leander: Und was soll die Politik da tun? Nehmt das in die Hand, macht eine Betriebsvereinbahrung.
[re:2] DerZero am 24.02. 07:31
+ -
@leander: ja das wäre was, würde auch gehen wenn es die Regierung verpflichtet, aber wird nie passieren, geht ja nur ums Geld, wird weniger eingezahlt usw.
[o2] hausratte am 23.02. 21:07
+5 -
Vorbildlich.
[re:1] 4ndroid am 23.02. 23:57
+ -2
@hausratte: Standard bei größeren US-Tech Unternehmen, bei uns sind es 12 Tage, bei der Konkurrenz sogar 15
[o3] markuswin am 23.02. 22:22
+1 -
Auch wenn bezgl Updates /Windows phone (Einiges) nicht so toll gelaufen ist , gebe ich *persönlich* Microsoft in einer Skala von 1 (=schlecht) bis 10 (=sehr gut) --> 12 Punkte ?
[re:1] Bautz am 24.02. 13:55
+1 -1
@markuswin: MS als Arbeitgeber auf jeden Fall. Hier sind aber eigentlich alle großen Tech-Firmen ziemlich vorne mit dabei - auch SAP.
[o4] 4ndroid am 23.02. 23:54
+ -3
bei uns - ebenfalls US Konzern - sind es sogar 12 Tage extra zu den 30 bestehenden, außerdem werden 700 Dollar für Home Office Equipment bezahlt neben den zur Verfügung gestellten Macbook Pro, Headsets und Docking Stations und nochmal 500 Euro für Sport Equipment im Jahr um fit zu bleiben. Das und die überdurchschnittliche Bezahlung sowie Jobgarantie und keine Kurzarbeit runden schön ab.
[re:1] DerZero am 24.02. 07:33
+ -
@4ndroid: Was arbeitest du ?
[re:2] scar1 am 24.02. 08:53
+1 -
@4ndroid: 12 Tage on top ist natürlich schon ne Nummer... Wundert mich, dass das nicht durch die Presse ging. Bei welchem US Konzern arbeitest du denn, wenn ich fragen darf?
[o5] HeadCrash am 24.02. 08:08
+ -
Da hatte ich mit einer früheren Meldung gerechnet :) So ganz taufrisch ist das Thema ja nicht.

Trotzdem freut es mich sehr, wobei man dazusagen muss, dass man bei Microsoft eh sehr flexibel ist, was die Gestaltung der eigenen Arbeit angeht. Diese fünf Tage mit der Verpflichtung, sie bis Ende des Jahres auch tatsächlich genutzt zu haben, hilft dann aber vielleicht denen, die sich sonst schwer tun, einfach zwischendurch mal kürzer zu treten. Man muss sich nur mal anschauen, wie viele Kolleginnen und Kollegen z.B. im letzten Jahr einfach keinen oder nur sehr sehr wenig Urlaub genommen haben, "weil man ja nicht wegfahren kann". Wenn das zum Muster geworden sein sollte, wundert es mich nicht, dass viele Mitarbeiter gestresster sind.
[o6] Kirill am 24.02. 08:50
+ -
Ist es echt so schlimm, von daheim zu arbeiten? Nicht, dass ich um 5 Tage Zusatzurlaub nicht dankbar wäre, aber gerade im softwaretechnischen Bereich ist Heimarbeit wesentlich entspannter, als morgens aus dem Haus zu müssen.
[re:1] HeadCrash am 24.02. 09:20
+ -
@Kirill: Es ist gefühlt schon anstrengender. Nicht mal wegen der Menge an Arbeit oder der Arbeitszeiten, aber wegen der Arbeitsmittel. Ich mache viele Schulungen/Trainings und Beratung bei Softwareentwicklung. Und das ist über Dinge wie Teams, Zoom, WebEx, Hangouts etc. zumindest für mich viel anstrengender, als wenn ich vor den Leuten im Trainingsraum stehe. In meinen Augen liegt das vor allem daran, dass so ein Online-Training meist deutlich weniger interaktiv ist und mehr Energie vom Trainer abzieht, als der Trainer von den Teilnehmern zurückbekommt.

Und auch wenn ich vorher deutlich mehr "Arbeitszeit" hatte, weil ich viel reisen musste, war ich doch ausgeglichener durch Zugfahrten, Flüge etc., die eine klare Abgrenzung zwischen Arbeit und Freizeit darstellten. Momentan ist das so ein Einheitsbrei und der Übergang zwischen Arbeit und Freizeit ist kaum noch spürbar. Daran kann man natürlich selbst arbeiten (z.B. bewusst vor die Tür gehen, nicht im Jogginganzug arbeiten, sondern "ordentlich" an- und umziehen etc.), aber es ist nicht so "natürlich" wie es das ist, wenn man eben raus zum Kunden muss.

Das mag in anderen Berufen, in denen man vielleicht täglich "nur" am Schreibtisch sitzt, anders sein. Wenn ich noch jeden Tag acht Stunden Code in einem Dev-Team schreiben würde, wäre die Situation vermutlich anders. Denn dann hat man jeden Tag was zu tun und kann konzentriert an seinen Aufgaben arbeiten und Ergebnisse schaffen. Wenn man komplett von Kunden abhängt, dann hat man aktuell auch viele Lücken, die man künstlich füllen muss und zusätzlich ist die Zeit mit dem Kunden wie oben beschrieben weniger "effektiv". Nach knapp einem Jahr im Home Office merke ich das zumindest deutlich.
[re:1] Kirill am 24.02. 09:28
+ -
@HeadCrash: Ich mache keine Schulungen, aber Kollegen Dinge am Bildschirm zeigen ist bei mir doch immer wieder der Fall. Das fand ich nicht anstrengender, als sonst. Allerdings mache ich das auch nicht immer/häufig und ich lege recht 0 Wert auf Energie, die ich von der Zuhörerschaft zurückbekomme. Das Thema mit Übergang zw. Freizeit und Arbeit kann ich nachvollziehen, fand es allerdings nach BEWUSSTER Umgewöhnung bestens machbar. Schlimmer wiegt bei mir zurzeit, dass man nach (wie auch immer) geartetem Feierabend nicht ins Pub kann. Ich mach Demonstrationen allerdings nicht hauptberuflich. Wenn ich tagaus tagein mehr oder minder durchgehend präsentieren müsste, würde ich allerdings so oder so durchdrehen, ob am heimischen Schreibtisch oder im Besprechungsraum der Firma (oder beim Kunden). Bin einfach nicht der Mensch, der das hauptberuflich könnte.
[re:1] HeadCrash am 24.02. 09:37
+ -
@Kirill: Ist sicher nicht jedermanns Sache. Ich mag es, direkt mit Menschen zu arbeiten. Aber nach einer Woche mit vier Tagen, an denen man acht Stunden weitgehend ohne Feedback in ein Mikro labert, bin ich komplett durch.

Da muss noch viel an der Online-Meeting-Kultur in Deutschland gearbeitet werden. Auf der anderen Seite bleibe ich auch nach einem Jahr Online-Meetings bei meiner ursprünglichen Meinung: egal ob mit oder ohne Kamera, solche Meetings sind absolut kein Ersatz für reale Meetings und sie sind auch bei weitem nicht so effektiv.
[re:1] Kirill am 24.02. 09:41
+ -
@HeadCrash: Kommt finde ich auf die Meetings an. Wenn man mit studierten Leuten zu tun hat, kann man ohnehin viel mit wohlstrukturierter Sprache bewirken (wobei dafür nicht unbedingt Meetings notwendig sind, ich bekomme schon mal Sachtexte per eMail, lese sie 2 bis 3 Mal durch und verstehe dann alles) und danach bleibt einem immer noch die Bildschirmpräsentation. Mir ist bisher nichts begegnet, was man darüber samt Headset nicht hätte genauso gut klären können. Ich finde, dass Texte über eMail sogar große Vorteile gegenüber Direktgespräch haben. Wenn's ums Lehren geht, bin ich auch der Fan von Sachtext verfassen, abschicken, danach Fragen beantworten, Text ggf. nach den Fragen überarbeiten und beim nächsten Mal abschicken.
[re:2] HeadCrash am 24.02. 09:52
+ -
@Kirill: Das mag ganz gut für technische Dinge funktionieren, auch wenn ich da zahllose Beispiele hab, wo Menschen geschriebene Anleitungen auf Teufel komm raus nicht verstehen (wollen?) und eine kurze Erklärung schneller zum Ziel führt.

Schwierig wird es bei "weichen" Themen wie Prozessberatung oder ähnlichem. Da gibt es oft eben keine harte Definition oder es gibt viele Auslegungsmöglichkeiten, so dass man eine gesunde Diskussion braucht, um zum besten Ergebnis zu kommen. Oder wo man regelmäßig das Verhalten von Personen spiegeln muss, damit sie sich dessen bewusst werden. Das kann ein Text leider nicht.

Insofern denke ich, dass es die Mischung macht. Ich bin auch ein großer Freund des geschriebenen Wortes. Etwas gut zu beschreiben ist aber eben oft (zeitlich) aufwendiger, als einen Sachverhalt zu erläutern. Ist zumindest meine Erfahrung.
[re:3] Kirill am 24.02. 10:10
+ -
@HeadCrash: Diskussionen hab ich scho vor dem Lockdown immer wieder übers Headset geführt. Wenn alle beteiligten mit wohlstrukturierter Sprache vertraut sind, läuft es. Iich verstehe, dass du in einem komplett anderen Mileu arbeitetest, als ich. Ich kann mir auch durchaus denken, dass du ein anderes Zielpublikum hast. Andererseits habe ich zu meiner Studienzeit schon Nachhilfe übers Telefon gegeben (also mit dem Zielpublikum, dem ich was beibringen muss). Ich denke, der Hauptunterschied zwischen dir und mir ist dass du Schulungen hauptberuflich machst, während es bei mir ab und zu mal selten vorkommt (und Nachhilfe mache ich schon lange nicht mehr). Ich kann auch durchaus nachvollziehen, dass du (als jemand der es wohl gern hauptberuflich macht) Energie aus der Interaktion mit dem Publikum beziehst. Mich kostet so was grundsätzlich Energie, auch bei Liveinteraktion.
[re:2] Dr. Alcome am 24.02. 09:58
+1 -
@Kirill: Homeoffice ist in einigen Fällen aber nicht nur dadurch bedingt dass dein Arbeitgeber dich nach Hause schickt, viele müssen ja auch zuhause bleiben weil z.B. die Kinderbetreuung ausfällt, dann erbt man mit dem Homeoffice auch sämtliche Rechte und Pflichten. Der Hund will raus, (Klein-)Kinder wollen bespaßt werden, usw.
Ich bin z.B. in ebendieser Situation und das schlaucht auf Dauer ganz schön, ich wäre froh wenn ich 5 Tage extra Urlaub bekommen würde um mal hin und wieder etwas abzuschalten.
[re:1] Kirill am 24.02. 10:04
+ -
@Dr. Alcome: Ich hab mich selbst heimgeschickt. Als Anfang letzten Jahres die Lage ernster wurde, bin ich zum Abteilungsleiter, hab ihm aufgelistet, was ich so alles für meine Arbeit brauche, hab nach seinem "Ok" das Zeug am nächsten Tag in den Rucksack gepackt und bin heim. Die Firma hat mich nicht heimgeschickt. Dass man mit Kindern allerdings jede Sekunde Zusatzurlaub dringendst notwendig ist, kann ich nachvollziehen (hab zwar keine, aber ich höre ab und an Geschichten von Kollegen).
[re:3] scar1 am 24.02. 10:23
+ -
@Kirill: ich denke es geht nicht nur um das "von daheim" arbeiten an sich. ob ich nun alleine/separat im großraum Büro sitze und vor mich hin-code oder daheim ist natürlich egal (mehr oder weniger), aber wenn ich daheim keinen vernünftigen Arbeitsplatz habe und auf Küchen- oder Wohnzimmerstuhl sitzen muss und keinen Platz habe, die Kinder, die auch von daheim ihre Schule machen müssen alle naslang "bespaßt/beschult" werden wollen/müssen, der Partner auch daheim dir womöglich gegenüber am Tisch sitzt und auch dauernd Telefon/Videokonferenzen hat,.... das zerrt auf Dauer schon an der Substanz. Und auch wenn in diesem Fall Microsoft ja eher zu den "Gewinnern" der Pandemie gehört, so scheint es auch dort unter den Angestellten die Sorgen um Arbeit, Wohlbefinden etc... zu geben (und da dann vielleicht auch nicht nur auf sich selbst bezogen sondern auf Verwandte, Freunde, Bekannte,....)
[re:1] Kirill am 24.02. 10:26
+ -
@scar1: Ich hatte schon vor der Pandemie einen Schreibtisch mit 2 Monitoren drauf und einem PC drunter. Meine Freundin hat ebenfalls einen Schreibtisch mit eigener Computerausstattung. Ich hab den Firmenlaptop ins Heimnetz gehängt (was ich ohnehin muss) und hole mir die IDE, Excel und was man sonst noch für die Arbeit braucht per RDP rüber. Auf die Kinderthematik bin ich bereits in der Antwort auf Dr. Alcome eingegangen. Auf die Thematik von Dauerkonferenzen bin ich in der (wie ich finde interessanten) Diskussion mit HeadCrash eingegangen.
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