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Kommentare zu:

Energiewende:
Grüner Wasserstoff wird sehr schnell viel billiger

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[o1] haichen am 19.02. 11:45
+4 -
1,15 Euro pro Kilogramm Wasserstoff (33,3 kWh) oder 3,5 Cent/kWh Produktionskosten. Da würde mich sofort interessieren wie hoch denn die Produktionskosten für den Strom sind, der für die Wasserstoffproduktion gebraucht wird.
[re:1] Hanni&Nanni am 19.02. 12:09
+3 -7
@haichen: 0 Euro? Denn der Strom ist zuviel. Der kann nicht verbraucht werden. Also bleibt nur, Windenergie still legen und den Wind ungenutzt lassen, wie auch Solaranlagen vom Netz nehmen, bis der Bedarf wieder da ist, oder aber man nutzt die Energie, die ohnehin für den Eimer wäre, um Wasserstoff zu produzieren. So kann man trotz geringer Stromnachfrage doch noch etwas Gewinn daraus ziehen. So einfach ist so eine Berechnung. Und so einfach wäre sie grundlegend, wenn nicht jeder dahergelaufene Hansel meinte, etwas von Kosten-Nutzen-Rechnung herausposaunen zu müssen.

Überleg mal, wie viel Energie die Sonne verballert... Und das in Richtungen, in denen die Energie überhaupt nicht benötigt wird. Die Natur ist Verschwenderisch! Warum können wir mit überschüssiger Energie nicht genauso verschwenderisch sein? Sie ist doch da und bleibt ungenutzt, wenn wir nichts daraus machen. Also lasst uns Wasserstoff damit erzeugen. Oder falls genügend Wasserstoff gelagert ist, gleich CO2 in festere Formen binden. Ist doch egal... Der Strom wäre eh zuviel.
[re:1] Frankenheimer am 19.02. 12:38
+1 -1
@Hanni&Nanni: wäre es da nicht einfacher erstmal den Anreiz zu schaffen? Statt also Wasserstoff zu generieren könnte man auch sagen in solchen Zeiten mit Energie-Überfluss verramschen wir den Strom für 5cent an Großverbraucher oder Privathaushalte. Wenn RWE mir sagen würde, hey, für die nächsten 2 Stunden kostet der Strom nur noch ein Viertel würde mir ziemlich was einfallen.
[re:1] Andrescoo am 19.02. 12:56
+ -1
@Frankenheimer: RWE Wird dir das nicht mehr sagen weil RWE kein Endkundengeschäft mehr betreibt. Seit Jahren ;) UNd das was du gerne hättest passiert täglich, stündlich an der Strombörse und dein jeweiliger Versorger handelt da mit. Wenn du Lasten im MW Bereich bereitstellen oder eben abschalten kannst dann kannst du dich da auch einklinken :)
[re:2] Hanni&Nanni am 19.02. 12:58
+ -
@Frankenheimer: Es gab ja mal Zeiten, in denen der Strom nachts günstiger war. Dieses Tarifmodel ist leider abgeschafft worden. Und dem Verbraucherschutz ist das zu undurchsichtig. Um ehrlich zu sein, würde man damit die arbeitende Bevölkerung auch richtig Geld kosten. Denn wann wäre der Strom am günstigsten? In den frühen Nachmittagstunden. Also für Frühdienst zu früh und für Spätdienst zu spät. Mal abgesehen von denen, die Morgens bis Vorabends arbeiten.

Und Abends bis Morgens wäre der Strom dann aufgrund von fehlender Sonneneinstrahlung wohl am teuersten. Dann, wenn man ihn für Beläuchtung und Freizeitaktivitäten am meisten benötigt. Von daher ist ein Einheitspreis schon vernünftiger. Allerdings sollten dann die Gewinne aus der Wasserstoffproduktion so auf die Strompreise umgelegt werden, dass auch der Verbraucher etwas davon hat. Und die EEG-Umlage gehört ganz knochen trocken abgeschafft. Die nutzt nicht, die schadet nur.
[re:3] jorad am 19.02. 13:21
+ -
@Frankenheimer: Der Stromanbieter Tibber bietet genau das an. Man bekommt stündlich den aktuellen Börsenpreis, der auch negativ sein kann. Durch die hohen staatlichen Steuern und Abgaben, die pro kw/h erhoben werden und nicht prozentual, sind die Unterschiede sind aber nicht mehr so groß.
[re:2] Link am 19.02. 16:45
+ -
@Hanni&Nanni: Für 0€ bekommst du keinen Strom, dann wird der Betreiber das Ding einfach abschalten, was bei Wind- oder Solaranlagen problemlos geht.
[re:1] Hanni&Nanni am 19.02. 17:20
+ -
@Link: Aber wenn Du das Ding laufen lässt und dafür ein verkaufbares Produkt bekommst, dass kein Strom ist, wird keiner den Stromerzeuger still legen. Denn dann steht gegen deine geplanten 0 € ein Verkaufspreis für Wasserstoff, oder was auch immer man mit dem dann produzierten Strom erzeugt wird.
[re:1] Link am 19.02. 17:55
+ -
@Hanni&Nanni: Das setzt aber voraus, dass der Wind- oder Solarkraftanlagenbesitzer gleichzeitig auch der Wasserstoffproduzent ist und dass der Staat auf den so erzeugten und verbrauchten Strom keine Steuern/Abgaben verlangt. Nur dann gehen deine 0€/kWh auf und zumindest bei Windkraftanlagen auch nur dann, wenn die Wartungskosten durch die höhere Auslastung nicht steigen, sonst ist da auch nix mit deinen 0€ (was natürlich nicht bedeutet, dass es nicht trotzdem wirtschaftlich sinnvoll sein kann). Ist der Wasserstoffproduzent aber ein anderer, dann wird er den Strom sicherlich nicht geschenkt bekommen.

"Oder falls genügend Wasserstoff gelagert ist, gleich CO2 in festere Formen binden."
Auch das müsste ein für den Besitzer der Anlage verkäufliches Produkt sein, sonst ist die Anlage einfach aus.
[re:2] Hanni&Nanni am 19.02. 21:00
+ -
@Link: Muss nicht. Wenn ein Anlagenbetreiber seinen überschüssig produzierten Strom vergünstigt an Hersteller von Wasserstoff abgeben, ist es auch für den Anlagenbetreiber lukrativ, anstatt Investitionen in einen Windpark zu stopfen, der ständig still steht.

Wenig Gewinn ist besser, als Stillstand und gar keinen Gewinn.
[re:3] Link am 20.02. 11:41
+1 -1
@Hanni&Nanni: Vergünstigt != 0€/kWh.
[re:2] Rulf am 19.02. 13:34
+ -1
@haichen: jedes jahr sind etliche gwh strom zuviel da, dh es müssen ganze windparks abgestellt werden, weil man großkraftwerke nicht so e4infach hoch und runterfahren kann...
behauptet wird ja weil man den strom weg fehlender leitungen nicht in den süden bekommt, was aber nachgewiesenermaßen eine lüge ist...
[re:1] Odi waN am 19.02. 13:59
+1 -
@Rulf: "behauptet wird ja weil man den strom weg fehlender leitungen nicht in den süden bekommt, was aber nachgewiesenermaßen eine lüge ist..."
Eine Lüge ist das nicht, es ist beides richtig was du sagst. Der Süden benötigt viel Strom, dieser kommt derzeit aus Atom/Kohle und Gas. Wenn wir die Südleitung hätten können wir den Windstrom aus dem Norden nach unten transportieren. Das verhindert die CSU aber gerade mit allen Mitteln und forciert den Bau von neuen Gaskraftwerken, weil diese ja Klimafreundlich sind, haha.
[re:3] pewode am 19.02. 18:50
+ -
@haichen: Also in Saudi Arabien entsteht bis 2022 gerade ein Solarkraftwerk das Strom für Stromgestehungskosten von 1,15 Eurocent/KWh liefern soll.
https://www.iwr.de/news/weltgroesstes-solarkraftwerk-mit-2-000-mw-entsteht-in-den-vereinigten-arabischen-emiraten-news36875
[re:4] Jon2050 am 20.02. 17:06
+ -
@haichen: Die 33,3 kWh sind aber nur der Energiegehalt eines Kg Wasserstoffs. Die benötigte Menge für die Produktion und Transport(-verluste) dürfte mindestens um das 1,5 eher 2 Fache darüber liegen. 1,15€ kommen mir sehr sehr niedrig vor.
[o2] haichen am 19.02. 12:19
+3 -1
" 0 Euro? Denn der Strom ist zuviel." Das ist albern.
Davon mal abgesehen kann man große Wasserstoffelektrolyseanlagen nicht einfach mal so an- und ausschalten. Deshalb kann man eben nicht einfach überschüssigen Strom nutzen.

Im übrigen habe ich die Produktionskosten für Strom des Jahres 2030 erfragt.
[re:1] Andrescoo am 19.02. 12:59
+1 -
@haichen: Ich weiß nicht warum du ein Minus kassierst aber ich weiß, dass bei WF ziemlich viele unbedarfte rumlaufen die meinen Strom aus Wasser, Wind und Sonne wäre "umsonst". Ist er faktisch nicht, die Energie ist einfach nur im Überfluss vorhanden aber deren Umsetzung und Transport kostet trotzdem, nämlich bei Bau, Betrieb und Wartung. Dazu kommt, selbst wenn es als "verschwindend gering" angesehen werden kann haben Solarparks und auch Windparks selbstverständlich Einfluss auf das lokale "Klima". Genauso wie Wasserkraftwerke Einfluss auf einen Flusslauf und Fließgeschwindigkeiten haben. Ich Schreib hier ziemlich viele Anführungszeichen weil ich schon wieder weiß, dass der ein oder andere das falsch verstehen WILL!.
[re:1] Hanni&Nanni am 19.02. 13:04
+ -
@Andrescoo: Nein, benötigter Strom ist nicht umsonst. Aber wenn das Gerät steht um den Bedarf zu decken, baut man es wohl kaum ab, wenn der Bedarf gedeckt ist, oder? Und somit steht das Gerät auch noch, wenn der Bedarf gedeckt ist. Und das Gerät steht still, wenn es nicht benötigt wird. Würde es weiterhin Strom produzieren, würde es das tun, wozu es gebaut wurde, aber es würde kein Geld erwirtschaften. Kosten verursachen? Wohl auch eher nicht bis marginal. Und genau darauf kommt es an!

Das Gerät ist da, wird nur für eine bestimmte Zeit nicht benötigt. Also Überkapazitäten, die verpuffen würden, in eine speicherbare Form bringen. Egal wie. Ob Akku, Windgas, ob man mit der Energie einen Stausee voll pumpt... Alles egal. Hauptsache in einer Form, die man wieder in Energie zurück versetzen kann, wenn man sie denn benötigt. Und auch Wasserstoff wäre so ein Energieträger. Für den Schiffs-, LKW- oder auch PKW-Verkehr.
[re:1] Andrescoo am 19.02. 13:12
+2 -
@Hanni&Nanni: Die Nutzung von "Überkapazitäten" hab ich doch garnicht in Frage gestellt? Wie kommst du auf den schmalen Grat? Ob die Kosten "Marginal" sind oder nicht kannst weder du noch ich bewerten, ich kann dir aber soviel sagen, dass sie Nicht gering sind. Anlagenprüfungen und auch Laufzeitverlängerungen mit den entsprechenden Gutachten kosten Geld. Dazu kommt, es ergibt ab einem gewissen Alter keinen Sinn mehr eine Anlage weiterzubetreiben weil du irgendwann den Punkt erreichst, wo Wartung und Reperatur den Gewinn übersteigen.

Ich weiß, dass der ein oder andere ein Windrad oder einen Solarpark gerne mit dem heimischen Kühlschrank vergleicht und sich denkt, wenn das Ding 20 Jahre hält und abbezahlt ist erzeugt es danach für umme Strom - so kann man nur denken wenn man nichtmal im Ansatz ein Grundverständnis über Betreiberpflichten solcher Anlagen in DE hat.

Aber um auf deinen Punkt einzugehen "Überkapazitäten nutzen - egal wie" das klingt ja erstmal Ehrenvoll und nachvollziehbar. Was es schlussendlich aber nicht ist zumindest nicht aus allen Blickwinkeln. Wenn die Nutzung, also die Umwandlung und der Transport den erwarteten Erlös bei Wiedernutzung übersteigt dann ist aus Wirtschaftlicher Sicht damit kein Geld zu verdienen und es wäre sinnfrei.
[re:2] Hanni&Nanni am 19.02. 12:59
+1 -
@haichen: Dir sollte klar sein, dass man auf den "antworten"-Button klickt, bevor man schreibt. Dann würde der Threat nicht so zerrissen! Lass ein paar Beiträge dazu kommen, dann weiß kaum einer, worüber Du geschrieben hast.
[re:1] haichen am 19.02. 13:16
+1 -
@Hanni&Nanni: Sorry, habe ich tatsächlich nicht getan. Danke für den Hinweis.
[re:3] Rulf am 19.02. 13:38
+ -1
@haichen: elektrolyseure kann man sogar wunderbar hoch und runterfahren...je nachdem wieviel strom gerade übrig ist...
> https://www.electricitymap.org/zone/DE?wind=false&solar=false <
[re:1] haichen am 19.02. 14:10
+ -
@Rulf: "elektrolyseure kann man sogar wunderbar hoch und runterfahren." Hast du da belastbare Infos. Würde mich freuen. Ich kenne keine.
Die Karten von electricitymap kenne ich auch.
[o3] FuzzyLogic am 19.02. 14:21
+ -
Tja es könnten in Marokko bereits einige Solarthermieanlangen stehen, wenn man sich nicht aus politischen Gründen dagegen entschieden hätte. Die Länder sind ja angeblich politisch zu instabil, anders als z.B. Russland, Saudi Arabien oder die Emirate.
[o4] starship am 20.02. 00:02
+ -1
... was uns wieder zur Diskussion über Brennstoffzellen statt Akkus in E-Autos bringt...

Oh, er hat "Jehova" gesagt. Schonwieder. <eg>
[o6] KlausMe am 20.02. 21:36
+ -
um wirklich über Wasserstoff nachdenken zu können muss der Anteil von grünen Strom mehr als verzehnfacht werden. Im Ausland wird man den Strom selber benötigen.
[o7] Vienesko am 21.02. 04:03
+ -
Solange tatsächlich benötigter Strom noch nicht zu 100% aus erneuerbaren Energien kommt kann hier von Überproduktion keine Rede sein. Wasserstoff als Energieträger für die Stromproduktion ist eine Totgeburt von Anfang an. Das gilt ganz besonders für den Individualverkehr. Angefangen mit großen Energieverlusten bei der Produktion, über durchlässige Tanks / Rohren und einer nicht vorhandenen Infrastruktur. Selbst wenn wäre der Umgang an der Tankstelle nicht so einfach und unproblematisch wie viele gerne glauben oder glauben machen wollen. Die Leute kriegen es ja noch nicht mal bei im Vergleich relativ schwer entflammbaren Benzin Dinge wie Rauchen oder die Handynutzung zu unterlassen. Dort dann die Leute mit leicht entflammbaren, sehr flüchtigen Wasserstoffgasen an im Grunde im Auto verbauten Schnellkochtopfbomben hantieren zu lassen sehe ich als ein wenig riskant an. Vielmehr sollte mehr in die Forschung in Richtung höhere Energiedichte bei trockenelektrolyt Batterien gesteckt werden sowie an bei Raumtemperatur supraleitenden Materialien geforscht bzw. diese Massenproduktionsreif gemacht werden. Entsprechend große Batterypacks können dann als Netzfilter, Notfallkapazitäten oder bei etwaigen Überkapazitäten eingesetzt werden. 100% erneuerbare Energien bis 2030 sind meiner Meinung nach logisch, nötig und möglich.
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