Kraftfahrt-Bundesamt prüft Prozessor-Problem bei Tesla

Nadine Dressler, 24.01.2021 20:23 Uhr 19 Kommentare
Das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat ein Verfahren gegen Tesla Motors eingeleitet. Es geht dabei um die Überprüfung eines möglichen Sicherheitsproblems durch verbaute Nvidia-Prozessoren. Um wie viele Fahrzeuge es sich in Deutschland handelt ist unbekannt. Vor kurzem haben wir bereits von dem Problem berichtet. In den USA hatte die dortige Kfz-Aufsichtsbehörde Mängel an dem Tesla Model S festgestellt. Durch einen altersbedingten Ausfall der Nvidia-Prozessoren kann es dazu kommen, dass es bei Fahrzeugen der Baujahre 2012 bis 2018 und beim Model X von 2016 bis 2018 dazu kommt, dass wichtige Bordsysteme ausfallen.

Tesla S
Model S und Model X sind betroffen

Hintergrund ist, dass der verwendete eMMC-Speicher irgendwann ausfällt - und das ist technisch bedingt. Der Speicher wird bei jedem Fahrzeugstart neu beschrieben, doch der eMMC-Speicher hat da eine Grenze - die maximale Lebensdauer des Flashspeichers beträgt um die 3000 Zyklen. Anschließend fällt der Speicher aus und löst das Problem aus. Umgehen lässt sich das laut einem Bericht von electrek nicht, daher wird der Fehler wohl auf alle Tesla-Fahrer zukommen, die ein Fahrzeug mit dem betroffenen Prozessor besitzen.

Tesla kennt das Problem laut Medienberichten bereits. Allerdings stuft das Unternehmen diesen Fehler als altersbedingte Abnutzung ein, welche dann nicht vom Hersteller, sondern vom Besitzer des Fahrzeuges zu beheben wäre.

Prüfung läuft jetzt

In den USA hatte die Behörde daher einen Rückruf von fast 160.000 Fahrzeugen empfohlen. Die Behörde hat dabei, anders als das deutsche Pendant, keine Anordungsgewalt. Nun prüft das deutsche KBA, ob auch hierzulande etwas Derartiges auf die Tesla-Fahrer zukommt, beziehungsweise, ob durch das Problem ein Risiko im Straßenverkehr entsteht. Dann müssten die Teslas auf jeden Fall in die Werkstatt.

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