Xbox Series X: Microsoft hat AMD um Hilfe gegen Knappheit gebeten

Witold Pryjda am 04.01.2021 09:21 Uhr
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Die neuen Konsolen von Sony und Microsoft starten ins neue Jahr, so wie sie das vergangene beendet haben: mit Knappheit. Natürlich wissen auch die Hersteller, dass sie dringend für Nachschub sorgen müssen und Mi­cro­soft hat sich deshalb an den wichtigsten Zulieferer gewandt.

Xbox Series X/S und PlayStation 5 sind mittlerweile knapp zwei Monate auf dem Markt und noch immer ist es schwer, eine der beiden Konsolen zu bekommen. Bereits zur Ver­öf­fent­li­chung meinte ein Microsoft-Manager, dass es bis April 2021 schwierig werden könnte, ein Gerät zu bekommen. Auch bei Sony dürfte die Situation nicht viel anders sein.

AMD, bitte hilf

In Redmond will man aber natürlich alles unternehmen, um schon früher ausreichend Geräte bereitstellen zu können. Das betonte auch Xbox-Chef Phil Spencer vor kurzem in einem Video-Podcast mit Larry "Major Nelson" Hryb (via VGC). Dort sagte der Leiter der Gaming-Sparte des Redmonder Konzerns, dass das Unternehmen "so hart wie wir können" arbeitet, um die Knappheit zu beseitigen. Das hat auch zur Folge, dass man sich direkt an AMD gewandt hat, um den Chip-Hersteller zu fragen, ob dieser die Produktion der wichtigsten Komponenten der neuen Xbox-Modelle erhöhen kann.

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"Einige Leute fragen mich: 'Warum habt ihr nicht mehr gebaut? Warum habt ihr nicht früher angefangen? Warum habt ihr sie nicht früher ausgeliefert?' All diese Dinge", so Spencer. "Es ist aber wirklich nur eine Frage der Physik und der Technik. Wir halten sie nicht zurück: Wir bauen sie so schnell wie wir können. Wir haben alle Fließbänder in Betrieb. Ich habe letzte Woche mit Lisa Su von AMD telefoniert und gefragt: 'Wie können wir mehr bekommen?' Das ist also etwas, woran wir ständig arbeiten."

Die Chipsätze stellen wohl den sig­ni­fi­kan­tes­ten Fla­schen­hals dar. Denn AMD stellt sowohl GPU als auch CPU her und das für Xbox Series X sowie Xbox Series S. Bei den Chips handelt es sich um Custom-Designs von AMD. Ein Problem dabei ist wohl auch, dass nicht nur Mi­cro­soft ein AMD-Kunde ist, sondern auch Sony AMD-Kom­po­nen­ten verbaut.

Laut Spencer hat alles aber auch mit dem Jahr 2020 zu tun sowie dem Umstand, dass Gaming immer populärer wird: "Offensichtlich ist das Angebot für die PlayStation 5 sehr knapp. Wenn man sich die Grafikkarten von AMD und Nvidia anschaut... es gibt im Moment einfach ein großes Interesse an Spielen und die Konsolenverkäufe sind nur ein Zeichen dafür, die Spieleverkäufe sind ein weiteres Zeichen dafür und die Hardware ist knapp bemessen."
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