Apple schmeißt iPhone-App raus, die für geheime Corona-Partys wirbt

Von John Woll am 31.12.2020 11:54 Uhr
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Apple sieht sich dazu veranlasst, eine App aus dem App Store zu entfer­nen, die dazu auffordert, gegen Corona-Beschränkungen zu verstoßen. Die Anwendung Vybe Together bewarb sich als "rebellisch" und wollte die Anlaufstelle für illegale Partys während der Pandemie werden.

Dümmer geht immer: Eine App, mit der man Corona-Partys organisiert

Der Spruch "für fast alles gibt es eine App" bewahrheitet sich einmal mehr - in diesem Fall aber im absolut negativen Sinne. Die iOS-Anwendung Vybe Together hatte sich in den USA vor allem auf TikTok und seiner Webseite als Platz für das Organisieren und Teilnehmen an Partys präsentiert. Mit dem eigenen Motto "Get your rebel on. Get your party on", übersetzt in etwa "Werdet Rebellen, Startet die Party" und unmissverständlichen Botschaften hatte man dabei klar zum Verstoß gegen Corona-Beschränkungen aufgerufen.

In der App konnten Events erstellt und Gäste vom Host bestätigt werden, die entsprechende Adresse wurde dann zwei Stunden vor Beginn übermittelt. Wie The Verge schreibt "wären die meisten dieser Versammlungen unter den aktuellen US-Pandemiebeschränkungen illegal gewesen". Die Nutzung der App hatten die Entwickler durch ein Zugangsprofil beschränkt, das unter anderem zum Upload von eigenen Party-Bildern aufforderte - vermutlich um Interessierte auf ihre "ehrlichen Absichten" zu überprüfen.

Wie einer der Entwickler gegenüber The Verge erläutert, hätte die iPhone-Anwendung bisher "ein paar tausend Nutzer" verzeichnet, darüber hinaus hätten sich ebenfalls weitere "einige Tausend" mit dem Ausfüllen eines Profils für die Nutzung beworben. Eine Untersuchung der Auftritte des Unternehmens lässt vermuten, dass sich wohl glücklicherweise nur wenige für den beworbenen Zweck begeistern konnten.

Apple hat genug

Für Apple reicht das aber trotzdem, um die App aus dem App Store zu schmeißen. Darauf folgte dann eine ganze Kettenreaktion: Vybe Together verschwand auch auf TikTok, kurze Zeit später haben die Betreiber auch große Teile der eigenen Online-Präsenz gelöscht.
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