Chrome: Entwickler reduzieren RAM-Verbrauch mit neuer Methode

Tobias Rduch am 26.12.2020 14:53 Uhr
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Der Chrome-Browser ist nicht unbedingt dafür bekannt, wenig Ar­beits­spei­cher zu benötigen. In den vergangenen Jahren haben die Entwickler immer wieder versucht, den Verbrauch ein­zu­schrän­ken. Nun hat Google sich eine neue Methode zur Re­du­zie­rung der Belegung ausgedacht.

Google möchte die TerminateProcess-API verwenden

Dieses Mal soll laut MSPoweruser die "TerminateProcess"-API von Windows 10 zum Einsatz kommen. Mit der Schnittstelle können alle zu einem Prozess gehörenden Threads beendet werden, ohne wei­te­re Faktoren beachten zu müssen. Das saubere Beenden eines Prozesses stellt sich in der Praxis oftmals als schwierig heraus, da auf alle Threads gewartet werden muss. Es kann also vorkommen, dass Prozesse trotz Aufforderung nicht beendet werden.

Prozesse laufen oft einfach weiter

Daraus ergibt sich das Problem, dass einige Prozesse einfach weiter ausgeführt werden, obwohl der dazugehörige Browser-Tab oder sogar der komplette Browser schon längst geschlossen wurde. Die aktiven Prozesse neh­men dann natürlich auch noch Ressourcen in Anspruch und belegen einen Teil des Ar­beits­spei­chers. Das soll sich mit der "Ter­mi­na­te­Pro­cess"-API ändern. Der reservierte RAM soll zukünftig vollständig freigegeben werden, so­bald ein Browser-Fenster geschlossen wurde.

Ansatz mit SegmentHeap hat die Stabilität gefährdet

Erst im Sommer hatte Google angekündigt, dass Chrome zukünftig weniger Ressourcen ver­brau­chen soll. Um den RAM-Verbrauch um 27 Prozent zu senken, sollte die "SegmentHeap"-Technologie von Microsoft verwendet werden. Damit wurde die Stabilität des Browsers al­ler­dings gefährdet, sodass die Bemühungen kurze Zeit später wieder eingestellt wurden.

Download Google Chrome: Schneller und sicherer Browser

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