Hayabusa2-Landung: Es gibt Gewissheit, Asteroidenproben sind an Bord

Witold Pryjda, 16.12.2020 12:12 Uhr
Die japanische Sonde Hayabusa2 ist 2018 auf dem Asteroiden Ryugu gelandet, vor einem Jahr brach die Sonde dann zur Rückreise auf. Diese wurde vor gut einer Woche abgeschlossen, denn Hayabusa2 erreichte erfolgreich das australische Outback. Im Gepäck: Asteroidengestein.

Hayabusa2
Die Proben-Kapsel kurz nach der Landung (Foto: JAXA)

Hayabusa2 ist am 6. Dezember gelandet und die Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) schaffte damit etwas, was bisher alles andere als eine Selbstverständlichkeit war, nämlich das Sam­meln von Gesteinsproben auf einem As­te­ro­i­den. Die Öffnung des Behälters musste aber natürlich besonders vorsichtig erfolgen, un­ter an­de­rem deshalb, weil eine Kontamination ver­hin­dert wer­den musste, aber auch, weil sich in der Kap­sel Gas befindet, das direkt von Ryugu stammt.

Wie Space berichtet, haben die japanischen Wissenschaftler nun ein erstes Foto ver­öf­fent­licht, das zeigt, dass sich tatsächlich Ge­steins­pro­ben in der "Probenkammer" be­fin­den. Auf Twitter schreibt JAXA, dass das ver­öf­fent­lich­te Foto und das Gestein braun aus­se­hen, das Gestein aber in Wirklichkeit schwarz sei. So oder so, man freut sich über ei­nen "gro­ßen Er­folg".

Sechs Jahre lange Reise

Hayabusa2 ist 2014 gestartet und 2018 bei dem erdnahen Asteroiden angekommen. Die Son­de ist etwa ein Jahr beim und auf Ryugu geblieben und beobachte bzw. untersuchte die­sen. Auch Proben wurden genommen, es war eine der spektakulärsten Missionen der Raum­fahrt­ge­schich­te. Am 5. Dezember erfolgte die Landung in Australien, die Kapsel wurde spä­ter für wei­te­re Unter­suchungen nach Japan geflogen.

Gestein bzw. Asteroidenstaub wurden in zwei Manövern gesammelt: Im ersten wurden schlicht­weg Proben von der Oberfläche abgegriffen. Im zweiten Fall wurde ein Kupferprojektil in den Asteroiden geschossen, um an tieferliegendes Material kommen zu können. Damit wol­len die Wissenschaftler auch herausfinden, wie die unwirtliche Umgebung des Weltalls den As­te­ro­i­den geprägt und beeinflusst hat.

Hayabusa2

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