Bruchlandung: Uber scheitert am Traum von Roboter- und Flug-Taxis

[o1] rallef am 09.12. 23:45
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War ja auch 'ne Schnapsidee, Flugtaxis... und sich selbst ausbeutende Uber-Fahrer sind nun mal unbedingt billiger als Hightech-Autopiloten.
[o2] tjodroe am 10.12. 07:50
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Schnapsidee oder nicht? Kommt darauf an wie und wo man es angeht. Such z.B. mal nach " Ehang".
[o3] DRMfan^^ am 10.12. 08:53
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Konzentriert man sich lieber auf die lukrative unproblematische Transportsparte, die in etlichen Ländern unter Gegenfeuer bzw. verboten steht, besonders wegen der Taxi-Lobby.
[re:1] Drachen am 11.12. 11:27
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@DRMfan^^: nur wegen der "Taxi-Lobby" oder nicht auch wegen Verstoßes gegen gesetzliche Bestimmungen und regionale/lokale Auflagen, welche für alle Mitbewerber im jeweiligen Marktsegment gelten und damit auch für Uber?
[re:1] DRMfan^^ am 11.12. 14:32
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@Drachen: Die Auflagen gelten für Taxis. Uber liegt irgendwo zwischen blablacar und Taxis, entsprechend ist das rechtlich nicht unbedingt identisch. Im Detail kenne ich mich da allerdings nicht aus. Taxis sind ja im Prinzip lokale Kartelle (wegen Preisabsprachen) und fürchten um ihre guten Margen. Eigentlich muss da vielerorts Kartellrechtlich längst was passieren.
[re:1] Drachen am 11.12. 18:26
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@DRMfan^^: Mit Verlaub, da liegst du falsch. Es gibt bekanntlich Auflagen für mehrere Formen solcher Fahrdienste und nicht nur für den bekannten Taxibetrieb. Personentransport ist recht umfassend reglementiert und Ubers Modell hatte ja nun wirklich überhaupt nichts mit Mitfahrgelegenheiten oder -diensten wie blablacar zu tun. Eher Mietwagenfahrdienst oder wie die korrekt heißen - und auch dort gelten Auflagen und Bestimmungen, welche Uber nicht einhalten wollte. Die wollten nur Rosinen picken: auf der einen Seite alle Vorteile verschiedener Modelle nutzen, aber Auflagen jeweils meiden. Und in nicht wenigen Orten wollten sie auch Taxidienste anbieten, ohne sich je um eine Taxilizenz zu kümmern.

Und wenn man mal über den kleinen deutschen Tellerrand hinaus blickt, ist Uber mit seinen Versuchen weltweit abgeblitz, ganz massiv auch im eigenen Mutterland; auch dort hätten sie entsprechende Lizenzen benötigt.

Am Ende hat Uber vielerorts nur noch seinen etwas anders gelagerten Dienst Uber Black angeboten und dies unter Einhaltung örtlicher Vorgaben. Das klappt und damit ist das einfach ein normaler Vorgang, ein neuer Anbieter und fertig.

Ganz und gar abwegig wirst du mit den Äußerungen über Kartelle und Preisabsprachen: Die Kommunen geben die Preise vor und sie vergeben auch die Lizenzen. Das mag sicherlich nicht immer und überall korrekt ablaufen, aber ist denoch ein ganz anderer Sachverhalt als von dir behauptet.
In kleinen Städten gibt es meistens rund ein halbes Dutzend von Taxiunternehmen, teils Einzelunternehmer und teils Firmen mit mehreren Fahrzeugen. In Großstädten sind es nochmal sehr viel mehr verschiedene Unternehmen, Hunderte u.U.
Wie gesagt: Personenbeförderung, nicht nur Taxibetrieb, ist nahezu weltweit seit Jahrzehnten reglementiert. Und das darf ruhig mal neu betrachtet werden, soweit würde ich dir zustimmen.

Eventuell magst du dich doch mal über den ganz gravierenden Unterschied zwischen amtlich vorgeschriebenen Gebühren und kartellrechtlich bedenklichen oder illegalen Preisabsprachen informieren?! Mit deinen Unterstellungen begibst du dich jedenfalls auf sehr dünnes Eis.

"Im Detail kenne ich mich da allerdings nicht aus." - das merkt man.
Und dabei wurde und wird dieses Thema seit Jahren intensiv diskutiert, du hättest dich also längst informieren können.
[re:1] DRMfan^^ am 13.12. 00:36
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@Drachen: Klar, jeder kann sich zu allen möglichen Themen "theoretisch informieren". Klar, ich hätte auch Medizin studieren können, habe aber ein anderes Fach gewählt. Jeder könnte beliebiges lernen, aber eben nicht alles. Taxigebühren von > 2€/km erscheinen mir so lächerlich, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass Kommunen solche Preise festlegen. Wenn das so ist, dann ist es praktisch ein legalisiertes Kartell und damit tatsächlich ein Stück weit was anderes.

Man muss bei Uber zwischen den verschiedenen Diensten/ Servicemodellen unterscheiden. UberPop vermittelt(e) Fahrten mitunter an Privatfahrer, die "eh unterwegs" waren und keine beruflichen Fahrer sind. Insofern ist das Modell recht nahe an BlaBlaCar ("Kurzstrecken-BlaBlaCar"). Wie bei AirBnB ist der nette Grundgedanke irgendwann pervertiert, die Fahrer haben sich drauf eingestellt und "es übertrieben" (AirBnB- Wohnungen, die nicht privat untervermietet werden, sondern vom Vermieter nur noch dauerhaft so angeboten werden als Hotelersatz, da das mehr einbringt als "normale" Mieter).

Ab wann sie professionelle Quasi-Taxifahrer sind ist dann die Frage und welche Auflagen sonst gelten. Der Gewinngedanke alleine kann es nicht sein, denn den hat man bei BlaBlaCar auch. Soweit ich mitbekommen habe war/ist genau das der Streitpunkt zwischen Uber und der Taxilobby.
oder

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