Take-Two-Chef: Xbox Game Pass und Co. sind nicht die Gaming-Zukunft

Witold Pryjda, 06.11.2020 13:03 Uhr 13 Kommentare
Microsoft feiert derzeit mit seinem Xbox Game Pass große Erfolge und hat auch schon vor einer Weile mitgeteilt, dass sich der Abo-Dienst auch rechnet. Viele sind deshalb schon der Meinung, dass Netflix-artige Mo­del­le die Zukunft seien - doch nicht alle sind davon überzeugt. Der Xbox Game Pass ist nicht nur für Microsoft offenbar ein gutes Geschäft, sondern auch für Spieler eine mehr als gute Erfahrung. Denn in diesem Abo-Dienst, der mit neu hinzu­kom­menden, herausfallenden und exklusiven Inhalten tatsächlich mit Netflix vergleichbar ist, bekommt man zum monatlichen Fixpreis im Prinzip alles, was man als Gamer braucht. Auch EA Play macht etwas ganz ähnliches bzw. war das durchaus ein Vorbild für Microsoft und mittlerweile versuchen sich auch andere an ähnlichen Lösungen, darunter Ubisoft.

Take-Two bleibt skeptisch

Doch das Modell hat nicht nur Fans: Take-Two-CEO Strauss Zelnick hat sich in einem Gespräch mit Anlegern dazu geäußert und gemeint (via PC Gamer), dass er "sehr skeptisch ist, dass Abonnements der einzige oder wichtigste Weg zur Verbreitung interaktiver Unterhaltung sein werden".

Xbox Game Pass: Microsoft zeigt die große Auswahl für PC-Spieler
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"Das liegt an der Art und Weise, wie die Leute es konsumieren, und an dem Preispunkt für den Besitz eines Titels, der sehr vernünftig und sehr niedrig ist, wenn man auf Stundenbasis rechnet", so Zelnick. " Daher halte ich es für unwahrscheinlich, dass Abonnements den Videospielverkauf als primäres Geschäftsmodell verdrängen."

Der Take-Two-Chef meinte, dass der Preis von Videospielen schon jetzt sehr niedrig sei, das gelte insbesondere für die eigenen Spiele. Allerdings werden Kenner der Branche auch widersprechen: Für einen Vollpreistitel bezahlt man derzeit zwischen 60 und 70 Euro, ein Xbox Game Pass Ultimate-Abo ist für monatliche 13 Euro zu haben. Das bedeutet, dass man für ein Spiel grob gerechnet fünf Monate Spiele im Abo bekommt. Freilich geht diese Milchmädchenrechnung nur dann auf, wenn man nicht Fan von Spieleserien unterschiedlicher Publisher ist.

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