Fehler in HDMI-2.1-Chips betrifft RTX 3000-GPUs und Xbox Series X

John Woll am 23.10.2020 16:58 Uhr
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Bei der Implementierung der Spezifikation des neuen HDMI-2.1-Stan­dards ist einem Chiphersteller nach Medienberichten ein folgenschwerer Fehler unterlaufen. Dieser führt dazu, dass Receiver von Denon, Marantz und Yamaha Signale nicht in voller Leistung weiterleiten können.

Receiver, die HDMI 2.1 beherrschen sollten, verschlucken sich an den Signalen

Zur vollen Darstellung der maximalen Ausgabe-Leistung von Next-Gen-Konsolen und Grafikkarten ist der HDMI-2.1-Standard ein entscheidender Baustein. Über die Schnittstelle ist die Ausgabe von Signalen in 4K-Auflösung mit 120 FPS und in 8K mit bis zu 60 FPS möglich, und das bei voller Farbauflösung und dynamischen Kontrastumfang (HDR). Wie das Computermagazin c't jetzt auf Basis von Labortests berichtet, sorgt ein Fehler beim Hersteller entsprechender Chips (früher Panasonic Solutions, jetzt Nuvoton Technology) dafür, dass alle Receiver von Denon, Marantz und Yamaha, die den HDMI-2.1-Standard laut Datenblatt unterstützen, keine Weiterleitung der Signale in voller Auflösung bieten können.

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Aufmerksam wurde c't nach eigenen Angaben auf den Fehler beim Test eines Vorserien-Modells der Xbox Series X. Während die Darstellung der Signale bei direktem Anschluss an den TV (Modell LG CX9) ohne Probleme bei voller Ausnutzung möglich war, kam es bei der Nutzung des AV-Receiver AVR-X2700H von Denon zu Problemen bei der Durchleitung. Hier war es nicht möglich, Auflösungen auf dem Fernseher darzustellen, die den HDMI-2.1-Standard voraussetzen. Eine Überprüfung mit der Nvidia RTX 3080 führte zum selben Ergebnis: keine Darstellung von 4K mit 120 FPS und HDR. Die PS5 wurde von dem Magazin nicht überprüft. Da Marantz und Yamaha dieselben Chips zur Signalweiterleitung einsetzen, geht c't davon aus, dass diese ebenfalls betroffen sind.

Spurensuche führt zu Chip-Hersteller

Bei der Recherche nach Ursachen will c't dann von "mehreren Branchen-Insidern" eine Bestätigung erhalten haben, dass das Problem wohl auf einen groben Fehler von Panasonic Solutions zurückzuführen ist. Demnach hat das Unternehmen die neue Funktion "Fixed Rate Link" (FRL) offenbar so fehlerhaft implementiert, dass auch eine Lösung des Problems mit Firmware-Update ausgeschlossen scheint. Nach aktuellen Informationen dürfte sich die Auslieferung angepasster Chips hier wohl bis Mitte 2021 hinziehen. Man darf sehr gespannt sein, wie die betroffenen Unternehmen jetzt reagieren.

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