Wahlkampf mit "In the End": Linkin Park lässt Trump-Tweet löschen

Nadine Juliana Dressler am 19.07.2020 15:13 Uhr
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Erneut ist ein Tweet von US-Präsident Donald Trump gesperrt worden: Hintergrund ist, dass Trump in dem Video eine Coverversion des alten Linkin Park-Hits "In the End" genutzt hatte - und Linkin Park gefiel das gar nicht.

Twitter hat nach einer Beschwerde der US-Band Linkin Park einen Tweet von Präsident Trump entfernt (via HuffPo). Der Originaltweet des Präsidenten wurde nach Prüfung der Ur­he­ber­rechts­be­schwer­de gesperrt und mit dem Hinweis auf den Rechteverstoß versehen: "This media has been disabled in response to a report by the copyright owner", heißt es da jetzt nur noch.

In dem Video wird mit epochalen Bildern aus den USA, von Soldaten, Bürgern und Land­schaf­ten sowie Ausschnitten von Trump-Reden Wahlkampf betrieben. Im Hintergrund hört man eine Coverversion von "In the End" von Linkin Park. Zunächst untermalt die Musik das Video nur, zum Ende ist es komplett im Vordergrund. Das Video gibt es noch bei Twitter zu sehen, da einige Nutzer es fleißig wieder hochladen und retweeten.

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Der Cover-Musiker bedankt sich für die Meldung des Tweets

Auch der Musiker Jung Youth hat sich bei Twitter geäußert. Er hatte mit Tommee Profitt und Fleurie das Linkin Park Cover aufgenommen. Dass Youth kein Fan von Trump ist, machte er klar: "Vorhin habe ich herausgefunden, dass Trump illegal einen Coversong, bei dem ich mitspiele, in einem Propagandavideo verwendet hat, das er getwittert hat... Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich mich entschieden gegen Bigotterie und Rassismus wehre. Herzliche Grüße an alle in der Twitter-Gemeinschaft, die dazu beigetragen haben, dass das Video aus dem Netz genommen wurde!"

Twitter ist in letzter Zeit dabei häufiger gegen solche Urheberrechtsverletzungen des Trump-Teams vorgegangen. Laut Spiegel ist es der mittlerweile fünfte Urheberrechtsverstoß von Donald Trump und seinem Team in den sozialen Medien innerhalb von nur wenigen Wochen.

Im "Musikstreit" hatten dabei schon viele Künst­ler US-Präsident Donald Trump untersagt, ihre Songs für Wahlkampfauftritte und Ei­gen­wer­bung zu verwenden. Darunter die Rolling Stones, Ozzy Osbourne, Pharrell Williams, Rihanna und die Erben von Tom Petty.

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