Xiaomi Poco F2 Pro: 'Flaggschiff-Killer'-Smartphone startet ab 499 Euro

Roland Quandt am 12.05.2020 16:56 Uhr
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Xiaomi bläst zum Großangriff auf OnePlus & Co in westlichen Ländern. Mit dem Poco F2 Pro hat man ein neues High-End-Smartphone vorge­stellt, das nach Angaben des Herstellers mit Preisen ab nur 499 Euro zum neu­en "Flaggschiff-Killer" werden soll.

Während der Präsentation des Poco F2 Pro, mit dem Xiaomi seine für Märkte außerhalb Chinas gegründete Value-Marke Poco wiederbelebt, wurde man nicht müde, eine fast unendliche Zahl von Vergleichen mit dem OnePlus 8 Pro und dem Samsung Galaxy S20 Plus anzustellen. Natürlich diente dies vor allem einem Zweck: Xiaomi wollte klarmachen, wie gut das Preis-Leistungsverhältnis beim Poco F2 Pro wirklich ist.

Xiaomi Poco F2 Pro
Das Poco F2 Pro ist ein umgewidmetes Xiaomi Redmi K30 Pro

Tatsächlich kann sich das Poco F2 Pro, das im Grunde eine umbenannte Version des in China schon länger verfügbaren Xiaomi Redi K30 Pro ist, in dieser Hinsicht durchaus mehr als sehen lassen. Für 499 bzw 599 Euro bietet Xiaomi ein Smartphone, das eine Oberklasse-Ausstattung bietet, dabei aber "40-50 Prozent" weniger kostet als die Top-Smartphones von OnePlus, Samsung & Co. Möglich machen dies neben den bei Xiaomi traditionell geringen Margen auch einige Maßnahmen zur Kostensenkung.

Viel Hardware und Leistung für vergleichsweise wenig Geld

Technisch ist das Gerät auf den ersten Blick extrem gut ausgestattet - für den von Xiaomi bzw. Poco angesetzten Preis. Es bietet ein 6,67 Zoll großes OLED-Display mit FullHD-Auflösung und einer maximalen Helligkeit von bis zu 800 Candela. Das im 20:9-Format gehaltene Panel kommt ohne ein Loch oder eine Notch für die Frontkamera aus, denn diese sitzt mit ihren 20 Megapixeln in einem ausfahrbaren Modul am oberen Rand.

Xiaomi Poco F2 Pro
Xiaomi unterbietet mit dem Poco F2 Pro die Konkurrenz um Längen

Die Hauptkamera ist hier ein Sony IMX686-Sensor mit ganzen 64 Megapixeln und f/1.9-Blende sowie eine Ultraweitwinkel-Kamera mit 123 Grad breitem Sichtfeld und 13 Megapixeln Auflösung. Ein 5-Megapixel-Sensor für Makroaufnahmen ist ebenso ergänzend verbaut wie eine weitere 2-Megapixel-Kamera für Tiefeneffekte. Hinzu kommt ein 4700mAh-Akku, der per 30-Watt-Netzteil schnell geladen werden kann.

High-End-Basis, Rotstift bei der Zusatzausstattung

Unter der Haube steckt immer der aktuelle High-End-SoC Qualcomm Snapdragon 865 mit seinen bis zu 2,84 Gigahertz schnellen acht Kernen und dem dazugehörigen Snapdragon X55 5G-Modem. Der Arbeitsspeicher ist je nach Modell sechs oder acht Gigabyte groß, während der interne Flash-Speicher mit 128 oder 256 GB ausreichend dimensioniert ist. An genau dieser Stelle beginnt bereits Xiaomis übliche Taktik zur Preisreduzierung.

Xiaomi Poco F2 Pro
Poco F2 Pro: Extrem viel Hardware für wenig Geld

So handelt es sich zumindest beim günstigeren Modell für 499 Euro nicht um den teureren neuen LPDDR5-RAM, sondern um LPDDR4X-Arbeitsspeicher. Der interne Flash-Speicher ist beim 128-GB-Modell zudem "nur" per UFS 3.0 angebunden, während die teurere Variante für 599 Euro den schnelleren UFS 3.1-Standard bietet. Außerdem verzichtet Xiaomi auf Gimmicks wie ein an den Seiten gewölbtes Display und die Integration von Wireless Charging.

Auch ist die Kamera-Ausstattung in ihrem Umfang begrenzt und somit etwas günstiger realisiert. Zwar kommt ein sehr hochauflösender Kamerasensor zum Einsatz, auf einen in Hardware realisierten optischen Bildstabilisator und weitere leistungsstarke weitere Sensoren muss aber verzichtet werden. Obendrein verzichtet Xiaomi beim Poco F2 Pro auch noch auf die bei den anderen High-End-Smartphones übliche IP-Zertifizierung für Wasserdichtigkeit. Im Gegenzug gibt es jedoch immerhin einen Kopfhöreranschluss.

Als Betriebssystem läuft hier Android 10 in Verbindung mit dem sogenannten Poco Launcher, Xiaomi verzichtet also in der internationalen Version des F2 Pro auf die hauseigene MIUI. Das Poco F2 Pro soll ab sofort bei einzelnen Händlern bestellt werden können, wobei zeitnah auch der freie Einzelhandel dazukommen soll, nachdem zunächst Anbieter von Gearbest und Amazon in verschiedenen Ländern mit dem Vertrieb starten.
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