Nintendo bestätigt Account-Hacks: 160.000 Konten wurden missbraucht

Roland Quandt am 24.04.2020 13:40 Uhr
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Nintendo hat bestätigt, dass es Angreifern gelungen ist, die Zugangsda­ten von mehr als 150.000 Besitzern eines Nintendo-Accounts zu erlang­en. Die Angreifer hätten damit seit Anfang April auf Kosten der Account-Eigner teilweise Käufe von virtuellen Gütern durchgeführt.

Wie Nintendo nach einer vor einigen Tagen angekündigten Untersuchung mitteilte, schaltet man die Anmeldung für den Nintendo-Account über die sogenannte Nintendo Network ID (NNID) ab sofort ab. Hintergrund sind "Hacks", bei denen die Konten von rund 160.000 Nutzern illegal von Drittpersonen missbraucht wurden.

Nintendo selbst angeblich nicht von Lücke betroffen

Die Zugangsdaten für die betroffenen Nutzerkonten seien über einen bisher nicht näher beschriebenen Weg illegal in die Hände der Angreifer gelangt, wobei Nintendo klarstellte, dass der Dienst selbst nicht direkt von einem Sicherheitsproblem betroffen ist. Unter anderem wurden Daten wie Nutzername, Geburtsdatum, Land und E-Mail-Adresse abgegriffen.

Bei einem Teil der betroffenen Nutzer wurden die Konten und die darin hinterlegten Kreditkarten und PayPal-Konten auch zum missbräuchlichen Kauf von virtuellen Gütern verwendet. Zahlreiche Betroffene meldeten zuvor, dass ihre Konten von Dritten zum Kauf der in Fortnite verwendeten virtuellen Währung VBucks missbraucht wurden. Nintendo rät den Opfern solcher Fälle nun, ihre Kaufhistorie zu prüfen und eventuell verdächtige Transaktionen zu stornieren.

Nintendo setzt nach eigenen Angaben ab sofort die Zugangsdaten für die betroffenen Konten zurück und schaltet die Anmeldung im Hauptkonto über die NNID ab. Die Betroffenen werden per E-Mail über die Angiffe informiert und davor gewarnt, dass bei Verwendung der gleichen Zugangsdaten für die NNID und den Nintendo-Account unter Umständen illegale Käufe stattgefunden haben können.

Der Spielehersteller fordert die Nutzer außerdem auf, die Zwei-Faktor-Autorisierung zu aktivieren, um eine zusätzliche Sicherheitsebene zu schaffen und so die illegalen Zugriffe zu unterbinden.

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