Amazon: Corona ist wie Weihnachten - 100.000 neue Jobs, mehr Lohn

Christian Kahle, 17.03.2020 11:09 Uhr 9 Kommentare
Aufgrund der praktischen Auswirkungen der Corona-Krise zieht man bei Amazon kurzfristig quasi die Pläne für das Weihnachtsgeschäft aus der Schublade. Allein in den USA werden kurzfristig hunderttausend neue Mitarbeiter gesucht. Obwohl es beim Blick auf die Straßen bei den aktuell steigenden Temperaturen nicht so aussieht: Viele Menschen beherzigen doch die Präventions-Ratschläge. Sie bleiben zu Hause und meiden größere Menschenansammlungen. Das geht natürlich damit einher, dass viel mehr Produkte, die man im Alltag benötigt, einfach in Online-Shops bestellt werden. Das funktioniert insbesondere mit jenen Waren problemlos, die man im Einzelhandel kaum noch bekommt.

Um die rasant steigenden Bestelleingänge bewältigen zu können, hat der Online-Händler Amazon nun damit begonnen, allein in den USA 100.000 neue Stellen zu besetzen. Gesucht werden vor allem Lager-Mitarbeiter und Kurierfahrer. Um schnell an das benötigte Personal zu kommen, lockt Amazon die Leute auch mit höheren Löhnen. Vorerst bis Ende April wird der Mindestlohn von 15 Dollar, den Amazon in den USA bisher zahlt, um weitere 2 Dollar pro Stunde erhöht.

Maßnahmen auch in Europa

In Europa sollen auch kurzfristig entsprechende Angleichungen vorgenommen werden. Wie viele zusätzliche Beschäftigte hier dazukommen werden, ist allerdings noch nicht genau bekannt. Von Seiten der Konzernführung in Seattle hieß es lediglich, dass für die zusätzlichen Gehaltszahlungen ein Budget von 350 Millionen Dollar freigeschaufelt werden soll.

Allerdings stellt man sich auch bei Amazon darauf ein, dass es kurzfristige Veränderungen aufgrund neuer Seuchenschutz-Bestimmungen gibt. Aktuell dürfen beispielsweise in vielen Regionen, die bereits deutliche Einschränkungen im öffentlichen Leben vorgenommen haben, Unternehmen noch weitermachen, die für die grundlegende Versorgung der Menschen benötigt werden. Zu diesen gehört Amazon mit seinem großen Angebot an Waren des täglichen Bedarfs durchaus - es kann allerdings passieren, dass kurzfristige Lieferungen auch nur noch mit Lebensmitteln, Drogerieartikeln und Ähnlichem ausgeführt werden dürfen, während andere Produkte erst wieder zu den Kunden gebracht werden können, wenn die stärksten Einschränkungen aufgehoben werden.

Siehe auch: Coronavirus: Bund und Länder beschließen massive Einschränkungen

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