Coronavirus-"Scherz" eines Influencers zwingt Flieger zum Umkehren

Witold Pryjda am 05.02.2020 12:02 Uhr
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Soziale Netzwerke bereiten uns immer wieder Freude, da man sich darü­ber vernetzen, Neues entdecken, sich informieren kann und unterhalten wird. Doch es gibt auch Schattenseiten, das zeigen Social-Media-"Stars" immer wieder, so auch ein Influencer aus Kanada.

Stop making stupid people famous: Das ist der Satz, der einem aktuell natürlich sofort einfällt. Doch im Fall eines kanadischen "Künstlers", selbsternannten "aufstrebenden Musikers" und (Möchtegern-)Influencers hatte Dummheit zur Folge, dass viele Menschen nicht wie geplant ihren Urlaub antreten konnten.

Denn laut dem kanadischen Sender CityNews (via derStandard) war ein in Toronto gestarteter Urlaubsflieger auf dem halben Weg nach Jamaika, als James P. aufstand, um einen "Scherz" zu machen. "Ich habe mich umgesehen und sagte: 'Darf ich um ihre Aufmerksamkeit bitten? Ich bin gerade aus der Hunan-Provinz, der Hauptstadt des Coronavirus, zurückgekehrt und fühle mich jetzt nicht besonders gut. Danke.'"



Dabei filmte sich der der 28-Jährige, allerdings lachte bei diesem "Scherz" niemand im Flugzeug. Einige Minuten später kamen Flugbegleiter zu ihm, sie trugen Masken sowie Handschuhe und legten P. auch diesen Schutz an. Schnell war klar, dass der Scherz nach hinten losgegangen ist und das durchaus wörtlich: Denn die Maschine kehrte mit 243 Passagieren an Bord um, in weiterer Folge mussten auch zwei weitere Flüge gestrichen werden.

Konsequenzen sind zu erwarten

Der Verursacher wurde nach der Landung verhaftet. In einem Interview meinte er, dass das "im Nachhinein wahrscheinlich nicht die beste Idee war". Er sagte aber auch, dass das immerhin gute Publicity für ihn war. Er wird sich wohl wünschen, dass er diese zu (viel) Geld machen kann, denn das wird er zweifellos brauchen. Denn neben rechtlichen Konsequenzen hat er sicherlich auch Schadenersatzforderungen zu erwarten.

Bis dahin kann er sich auch mit Geografie und aktuellen Nachrichten beschäftigen: Denn nicht Hunan ist das Zentrum des Coronavirus, sondern Wuhan.

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