Huaweis Harmony OS soll bei "innovativen PCs" zum Einsatz kommen

Witold Pryjda am 04.09.2019 14:42 Uhr
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Seit dem US-Embargo gegen den chinesischen IT-Konzern Huawei ist unklar, welche Software dieser künftig einsetzen kann. Als Ersatz für u. a. Android fiel zuletzt immer wieder der Name HarmonyOS. Eine Roadmap des Herstellers verrät nun, was Huawei mit dem Betriebssystem plant.

Oder auch nicht. Denn nach wie vor ist nicht wirklich klar, was Huawei mit dem anfangs auch als Hongmeng sowie Ark OS bekannten Betriebssystem in letzter Konsequenz anfangen will. Denn in den Anfangstagen wurde HarmonyOS immer wieder von Managern des Unternehmens als Android-Ersatz in Spiel gebracht. Später musste man zugegeben, dass das Betriebssystem für Smartphones eigentlich nicht in Frage kommt, weil es eigentlich für IoT-Anwendungen entwickelt worden ist.

Roadmap

Eine von James Lu, Product Manager bei Huawei, bei einem Event im indonesischen Jakarta gezeigte Roadmap, gibt nun einige neue Aufschlüsse zum HarmonyOS, alle Fragen beantwortet dieser Fahrplan aber auch nicht. Man kann aber daraus zumindest schließen, dass der chinesische Hersteller noch lange nicht mit dem Betriebssystem fertig ist (Smartphones werden übrigens nicht erwähnt).

Huawei HarmonyOS
Der aktuelle 'Fahrplan' hinsichtlich HarmonyOS

Wie das Blog HarmonyArea (via MSPowerUser) berichtet, ist aktuell die Entwicklung der Schlüssel-Module im Gange, diese basieren auf einem Open-Source-Framework. In den vergangenen zwei Jahren wurde am Kernel gearbeitet, das Resultat ist HarmonyOS 1.0. Nächstes Jahr steht dann HarmonyOS 2.0 auf dem Programm und dieses soll für Smartwatches, (Fitness-)Armbänder und "Head Units" zum Einsatz kommen.

An erster Stelle steht beim Eintrag für 2020 aber der Begriff "Innovative PCs". Was man damit meint, darüber kann man nur spekulieren. Es ist allerdings höchst unwahrscheinlich, dass Huawei damit mit Windows 10 und Co. konkurrieren will. Schon eher ist denkbar, dass damit IoT-Lösungen zusammengefasst werden, auch wenn der Begriff PC in der Regel etwas anderes meint.

Hinsichtlich der Technik hat Huawei bestätigt, dass das OS gesperrt sein wird, Nutzer also keine Möglichkeit zum Rooten bekommen werden. Davon soll laut Huawei die Sicherheit profitieren.
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