Jack Ma vollzieht Kehrtwende: Arbeitszeit sollte auf 12 h/Woche sinken

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[o1] nofuckingidea am 30.08. 09:33
+4 -3
Klar, kann man machen. Dann hat man halt 3 oder 4 Jobs a 12h die Woche. Sofern sich nicht gleichzeitig am Lohn- bzw. Preisgefüge etwas ändert, bringt einem diese "Errungenschaft" ziemlich wenig.
[re:1] bear7 am 30.08. 09:35
+1 -1
@nofuckingidea: na das könnte man staatlich mit Steuern unterbinden.
> Man suche sich einen Job aus der mit Steuerklasse I oder III/IV besteuert wird. Und ein 2. der mit Steuerklasse VII besteuert wird (also eine neue Steuerklasse wo der Staat eben die Arbeitslosen von bezahlen kann :P)
[re:2] mil0 am 30.08. 10:24
+6 -
@nofuckingidea: Dadurch arbeiten wieder nur sehr wenige Menschen die selbe Anzahl an Stunden, während andere überhaupt nicht arbeiten. Das ist nicht die Lösung. Die tatsächliche Lösung ist, dass jeder arbeitsfähige Mensch eben nur 3 Tage x 4 Std pro Woche arbeitet. In einem Job.
[re:3] Wuusah am 30.08. 10:24
+5 -
@nofuckingidea: Die Idee ist, dass wenn es nicht genug Jobs für alle gibt, weil Technologie Jobs weggenommen hat, dann arbeiten alle weniger und haben mehr Freizeit. Du kannst schlecht 3 oder 4 Jobs arbeiten, wenn es kaum genug Jobs gibt um einen zu haben. Dies ist Zukunftsgerede.

Ob solch ein System Sinn ergibt, ist aber eine gänzlich andere Frage...
[re:1] nofuckingidea am 30.08. 10:37
+3 -
@Wuusah: Mehr Freizeit schön und gut, aber ein Jack Ma wird dir nicht den dreifachen Stundenlohn bezahlen oder deine Miete mal eben um 2/3 sinken. Arbeitszeitreduzierung heißt immer auch Reduzierung von Personalkosten (bei steigender Produktivität).
[re:1] Wuusah am 30.08. 11:23
+3 -
@nofuckingidea: deswegen sagte ich ja "ob das Sinn ergibt ist eine andere Frage"
[re:2] bear7 am 30.08. 10:42
+2 -
@Wuusah: naja, es gibt ja immer noch die "besseren" und die "schlechteren" ... auch wenn wir gleichheit alle wollen, sind wir nicht alle gleich.

Und dann gibt es schon Leute, welche in 3 Jobs eingestellt werden würden und anderen Leute welche dafür keinen bekommen.
=> daher mein Vorschlag mit der Besteuerung - so dass es sich für dich als Arbeitnehmer nicht lohnt mehrere Stellen anzunehmen.
[re:1] Wuusah am 30.08. 11:47
+2 -
@bear7: die Sache ist ja die, dass wenn sämtliche einfache Tätigkeit automatisiert wird, dann wird geht auch sehr viel geregelte Arbeit weg. Ein großer Teil der Arbeit ist dann nicht mehr in Schichten oder "9-to-5", sondern eben wenn man gerade gebraucht wird. Wenn die Maschine streikt, z.B.
Und wenn du einen Job hast, selbst wenn du nur 12h/Woche arbeitest, aber dann eben mal Montag morgens und dann Donnerstag abends und dann nächste Woche Montags gar nicht, dafür aber Mittwoch, usw., arbeitest, dann ist es sehr schwierig einen Zweitjob zu bekommen.
[re:1] bear7 am 30.08. 12:11
+1 -1
@Wuusah: puh, das kommt schon sehr auf den Job an.
98% meiner heutigen Tätigkeiten kann ich von zuhause aus machen und vom Prinzip auch Parallel.
Klar gibt es auch Arbeiten, da muss man vor Ort sein. Aber wenn es Zeitkritisch ist, dann bist zu eher in der "Vor-Ort-Bereitschaft" (in ner geregelten Zeit) und wenns auf 2 oder 3 Stunden nicht ankommt, dann könnte man das schon in 3 Jobs vereinbaren.

Aber die Leute (von denen ich oben gesprochen habe) sind nicht diejenigen, welche ner Maschine auf die Sprünge helfen. Da geht es eher um jene welche die solche Maschinen entwickeln.
[o2] bear7 am 30.08. 09:34
+3 -1
bei uns im Unternehmen wird das von einigen schon seit Jahren so praktiziert. Zwar ist die Anwesenheit immer noch bei ~40 Stunden. Aber die Arbeitszeit (also die Zeit wo nicht zum WC-Besuch, Quatschen, Kaffetrinken, sinnloses umherirren und Surfen im Internet [ja, auch auf Winfuture] sowie privater Telefongespräche verwendet wird) liegt bei ~12 Stunden.

Wir sind eben der Zeit voraus :D :D :D
[re:1] bigspid am 30.08. 09:42
+8 -
@bear7: Abgesehen vom Bandarbeiter oder Callcenterangestellten: Welcher normale Mensch schafft es denn sich 5x in der Woche für jeweils 8h zu konzentrieren, nur unterbrochen von 1-2 Pausen?

Selbst bei der Bandarbeit sind stündliche 5min Pausen vorgesehen, wenn man an einer Gefahrenquelle (zB Spritzofen) arbeitet.

Die meisten Büroangestellten würden vermutlich an einem 5-6h Arbeitstag genauso viel produktives Arbeiten schaffen, wie an einem 8h Tag. Vielleicht sogar mehr, weil man Mitte der Woche dann noch ein wenig frischer im Kopf ist, als nach 8h TGen möglicherweise mit Überstunden noch.
[re:1] bear7 am 30.08. 09:50
+2 -
@bigspid: Ja, ne... ich sag ja auch nicht das es falsch ist...

ganz im Gegenteil... das 3-Schicht-System halte ich sogar fraglich und empfehle ENTWEDER viel durch Roboter zu machen oder ein 4/5-Schicht-System einzuführen, was aber jetzt nichts mit dem zu tun hat, was es gibt, sondern einfach die 24 Stunden durch 4 oder 5 Schichtarbeiter aufzuteilen.

wie Herr "Jack Ma" schon Sinnvoll erwähnt, schafft es nur Deutschland, dass es immer mehr arbeit durch verstrickte Bürokratie gibt. In allen anderen Ländern der Welt, wird durch die Automatisierung weniger neue Arbeitsplatze geschaffen als alte wegfallen. Also MUSS mit der Arbeitszeit oder der Produktivität entgegen gewirkt werden.

Mein Kommentar über die "nicht so produktiven Kollegen" war zwar witzig gemeint, aber keines Falls uneingeschränkt abwertend!
[re:1] bigspid am 30.08. 10:14
+2 -
@bear7: Ich hab dir auch zugestimmt ;) Bei mir siehts ja nicht anders aus :D Ich brauch zwischendurch meine kreativen Pausen, da ich sonst nicht mehr produktiv sein kann.
[re:2] ds94 am 30.08. 09:56
+1 -1
@bigspid: Ich wäre gar nicht in der Lage dazu mich 8 Stunden durchgehend mit der Arbeit zu beschäftigen.
Meine oberste Priorität ist, dass dringende und wichtige Sachen IMMER fertig sind. Und das würde auch in 90% der Fälle bei einem 5 Stunden Tag klappen.
[re:1] bear7 am 30.08. 10:05
+2 -
@ds94: was ich aber schon "infrage" stelle, wie sich der Mensch an sich dann entwickelt.
Also klar, niemand kann sich 8 Stunden am stück Konzentrieren, 30% ist wasted.

aber was wäre, wenn man nun auf 5 Stunden reduziert und man "gewöhnt" sich dran und wasted wieder 30%???

Ich würde im Schritt 1 bis ende 2020 die 35 Stundenwoche zum Standard machen... und bis 2025 dann die 30 Stunden und bis 2030 die 25 Stundenwoche...
=> man kann den Plan ja immer wieder anpassen und auf die gegebenheiten Reagieren!
[re:1] Drachen am 31.08. 17:50
+ -
@bear7: Deswegen gibt es ja auch PAUSEN, weil man kaum 8 Stunden am Stück hochkonzentriert schaffen kann. Und mit Pausen sind je nach konkreter Arbeit durchaus acht Stunden oder mehr machbar.
[o3] Hamburger88 am 30.08. 10:14
+2 -1
Tolle Theorien immer und überall. Ich höre ständig von Heimarbeit und weniger Stunden arbeiten. Kenne komischerweise niemanden der so ein Leben führt. Ich selbst arbeite als Bürokaufmann in einem Büro. 40h pro Woche. seit 20 Jahren ist das hier so (vor meiner Zeit)
[re:1] ThreeM am 30.08. 11:48
+1 -4
@Hamburger88: Hättest halt was anständiges lernen sollen :D *SCNR*
[o4] IntreppIT am 30.08. 10:17
+6 -
Ich bin auch für eine 30 Stunden Woche. Aber es scheint sehr schwer zu sein, dafür einen Arbeitsvertrag zu erhalten. Viele Assoziieren es damit, dass man keine Lust hätte zu arbeiten. Ich persönlich liebe meine Arbeit (UX Designer), aber ich weiß selbst, wann ich am produktivsten bin und nach 6 Stunden hört es bei mir einfach auf. Außerdem habe ich noch eine Familie, mit der ich gerne Zeit verbringe. Die Technologie sollte uns auch etwas Zeit verschaffen, aber die Wirtschaft will diese Zeit anscheinend weiter für sich beanspruchen, auch wenn dadurch teils weniger Produktivität bei raus springt. Ich finde es wichtig, dass wir von dem Gefühl "leben um zu arbeiten" zu einem "arbeiten um zu leben" übergehen.
[o5] Mr.Lucius am 30.08. 11:31
+4 -
Bei gleichem Gehalt?
[re:1] Postman1970 am 30.08. 11:52
+3 -
@Mr.Lucius: Genau dass habe ich mich auch gefragt :-)

Was bekommt man wohl wenn man 3 Tage die Woche a 4 Stunden arbeitet?
Das kann sich wohl keiner leisten... ergo ist das erst mal nur Gebrabbel, welches in der Praxis gar nicht umsetzbar ist.

Die Folgen sind klar - um die wenigen gut bezahlten Jobs gibt es ein Geschleime und Gerangel (merkt man doch heute schon) und das Verhalten der Menschen wird an Ertrinkende in Panik erinnern. Man entscheidet schon in der Ausbildung, ob man mal in der Gosse endet oder vom Sozialstaat getragen wird und die reichen Zöglinge verstehen noch weniger die Probleme der Masse.

Die Elite alleine hat aber unsere Gesellschaft nicht erbaut - es war oft der Fleiß der Masse, welcher erst den Wohlstand brachte. Es wird irgendwann wohl Rentner-WGs als Standard geben, da man sich nur noch so finanziell halten kann.
[re:1] Mr.Lucius am 30.08. 12:04
+1 -1
@Postman1970: Ich fände es grundsätzlich fein, wenn wir eine 4:3 Woche hätten. Aber man müsste sich mal den Spaß machen und die Netto-Arbeitszeit pro Woche mitloggen. Vielleicht kommt das hin, dass man wirklich nur 12 Stunden produktiv arbeitet und der Rest irgendwo (bei Winfuture) versackt wird :)
[re:2] darius_ am 17.09. 08:02
+ -
@Mr.Lucius: Falls wir weiterhin ein Umwelt und Ressourcen vernichtendes Geldsystem haben. Wird die Wertschöpfung über die Technologie erfolgen. Optimal wäre die Entwicklung von einer geldbasierten Gesellschaft, hin zu einer Technologie basierten Gesellschaft.
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