Um-die-Ecke-Bildschirm: OPPO zeigt Display für tastenlose Smartphones

Roland Quandt, 29.07.2019 13:02 Uhr 14 Kommentare
Der chinesische Hersteller OPPO versucht immer wieder, mit technischen Neuerungen zu beeindrucken - selbst wenn diese nicht unbedingt bei den Geräten der Marke zuerst im Massenmarkt Einzug halten. Mit dem sogenannten "Waterfall-Display" hat OPPO nun ein weiteres Beispiel dafür gezeigt - ein Display, das um fast 90 Grad um die Ränder des Smartphones gezogen wird. Das OPPO "Full-Display 2.0", wie es von dem Hersteller ebenfalls genannt wird, ist ein neues OLED-Panel, das mit extrem stark abgerundeten Rändern daherkommt. Der Bildschirm vollzieht an der linken und rechten Seite eine starke Biegung, so dass das Panel um 88 Grad geneigt wird und somit fast einen rechten Winkel erreicht.

OPPO Waterfall Display
Oppo Reno vs. Prototyp: Mit dem Waterfall-Display (re.) verschwinden Ränder und Tasten

Der Nutzen dieser Gestaltung wird von OPPO bisher kaum gerechtfertigt, man behauptet lediglich, dass nun eben zumindest links und rechts praktisch kein "Rand" mehr sichtbar ist, wenn der Anwender das Gerät von vorn betrachtet. Wer abgerundete Ränder bei Smartphones wegen der dadurch entstehenden Reflexionen hasst, dürfte von der kommenden Generation chinesischer High-End-Smartphones wohl eher die Finger lassen wollen.

OPPO Waterfall Display-Prototyp

Neben OPPO werden nämlich wohl auch die Konzernschwester Vivo und vielleicht auch die hierzulande besser bekannte und ebenfalls zum Mutterunternehmen BBK gehörende Marke OnePlus mittelfristig auf diesen Bildschirm setzen. Gerüchten zufolge plant auch Huawei mit dem Mate 30 Pro ein ähnliches Panel, so dass wohl schon ab Oktober ein damit ausgerüstetes Gerät auch in Deutschland auf den Markt kommen könnte.

Wie das neue "Waterfall-Display" von OPPO könnte dann auch bei Huawei & Co ein stark gestreckter Formfaktor zum Einsatz kommen. OPPOs neuer Bildschirm ist nämlich anscheinend mindestens im 21:9-Format gehalten, wohl um so einen besseren Filmgenuss zu gewährleisten. Eine weitere auffällige Veränderung, die mit dem "Wasserfall"-Bildschirm Einzug hält, ist der Verzicht auf Tasten am Rand des Geräts. Diese werden aller Voraussicht nach durch Soft-Buttons auf dem Display selbst ersetzt.

Noch handelt es sich bei dem von OPPO gezeigten Display und dem dafür verwendeten Gerät um "Prototypen". Der Hersteller machte bisher noch keine Angaben darüber, wann mit ersten damit ausgerüsteten Smartphones zu rechnen ist. Vermutlich muss auch noch etwas Zeit investiert werden, um Probleme wie etwa die Fehlerkennung von Eingaben durch den Handballen und die Finger des Nutzers beim einfachen Halten des jeweiligen Geräts zu beseitigen.
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