Nach Trump-Embargo: Huawei baut wohl bald wieder Matebook-Laptops

Roland Quandt, 05.07.2019 11:53 Uhr
Geht es nach Quellen aus der Lieferkette, wird Huawei in Kürze wahrscheinlich die Produktion seiner Laptops und Tablets der MateBook-Serie wieder aufnehmen können. Angeblich hat der chinesische Konzern gegenüber Zulieferern signalisiert, dass die Fertigung bald wieder anlaufen soll - ebenso wie die zwischenzeitlich gestoppte Entwicklung neuer Modelle. Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes meldet, haben die Vertragsfertiger und andere Zulieferer, die für Huaweis Notebook-Geschäft tätig sind, kürzlich durchblicken lassen, dass man von dem Hersteller kürzlich signalisiert bekam, sich auf einen erneuten Beginn der Produktion einzustellen. Zuvor hatte Huawei die Fertigung und Entwicklung der Notebooks und Tablets seiner MateBook-Serien in Folge des von der US-Regierung verhängten Handelsembargos gestoppt.

In zwei Wochen soll Klarheit herrschen

Laut dem Bericht geht Huawei davon aus, dass man innerhalb der nächsten zwei Wochen unter Umständen schon grünes Licht für die Wiederaufnahme der Laptop-Fertigung für den chinesischen Konzern geben könnte. Die Vertragsfertiger hätten "viel Optimismus" bei Huawei gesehen, heißt es, auch wenn das Unternehmen noch nicht begonnen hat, wieder die nötigen Komponenten zu ordern oder genauere Anweisungen an die Auftragshersteller zu geben.

Aktuell geht man davon aus, dass Intel, Microsoft und einige andere US-Partner zeitnah wieder mit der Lieferung von Chips, Software und Technischem Support beginnen werden, so dass die Chancen für eine baldige Rückkehr zur Normalität gut stehen sollen. Huawei hatte die Arbeit an seinen Notebooks im Mai aufgrund der Folgen des US-Embargos auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt.

Die Einstellung der Notebook-Produktion für Huawei hatte anders als die Reduktion der Smartphone-Kapazitäten als Reaktion auf das Handelsverbot der USA kaum negative Auswirkungen auf die Lieferkettte. Da Huawei zuvor ohnehin schon fast alle bei den Vertragsfertigern georderten Geräte geliefert bekommen hatte, gab es keine Bestände von fertigen Geräten oder Bauteilen, die bei den Zulieferern liegen blieben. Huawei vertreibt seit 2016 mit einigem Erfolg eigene Notebooks, die sich in Sachen Qualität und Performance durchaus mit den Geräten der schon seit Jahrzehnten etablierten Hersteller messen können.
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