X
Kommentare zu:

"One more thing": Apple verliert eine weitere Klage gegen Swatch

oder

Zugangsdaten vergessen?

Jetzt kostenlos Registrieren!
[o1] AHDAJ am 21.04. 18:48
+4 -2
Ich hab mich schon manchmal gefragt, wann den Wortdesingnern die Ideen ausgehen werden.
Jedes Auto,Regal und jeder Käse und Salzherring bekommt seinen geschützten Namen. Auch mit 27 Buchstaben gibts ja nicht unendlich viele Kombinationen die sich dann auch noch sinnvoll,einprägsam anhören. Bei Anmeldung in Chatrooms klappt es auch nur nach wiederholten Versuchen weil es den gewünschten Namen schon mal gab. Irgendwann bin ich auf Buchstabenkombinationen gekommen die mir mein Passwortgenerator vorschlägt. Sogar damit kann man anecken und sogar gebannt werden wenn man nicht aufpasst.
[o3] BlueBull am 21.04. 20:33
+1 -8
Eigentlich weiß jeder, dass sich mit diesem Spruch Apple dahinter verbirgt. Genau diesen zu nutzen, finde ich von Swatch ziemlich daneben. Wortfreiheit hin oder her. Es gibt auch sowas wie Dichtkunst, was irgendwie geschützt ist. Wenn Swatch wenigstens den Slogan als Zitat verwenden würde...
[re:1] Darkspy am 21.04. 21:23
+7 -2
@BlueBull: Also, auch wenn ich mit dem Satz irgendwie Apple verbinde, so ist das sicher nicht "klagewürdig". Ich sage mehrmals am Tag "Moin!", deshalb kann ich ja auch niemanden verklagen.
[re:1] BlueBull am 21.04. 22:26
+ -
@Darkspy: Nochmal, es geht nicht um Alltagssätze oder Ausdrücke. Es geht vom - sagen wir - Dichtkunst. Warum sollten Wortphrasen nicht schützenswert sein, wenn etwas dahintersteht? Ich will es jetzt nicht übertreiben, aber es gibt genügend Dinge, wo sowas gemacht wird: Designs, Musik (die hat auch nur im Höchstfall im westeuropäischen Raum 12 Töne), Malerei und eben auch bei Werbung.
Und ob das nun klagewürdig ist, das entscheiden nicht wir. Wenn eine Firma sich dadurch auf den Schlips getreten fühlt, dann sollen sie es machen. Gerichte entscheiden - fertig.
[re:2] amdkeks am 21.04. 22:13
+1 -1
@BlueBull: Sprache und Sätze kann/sollte niemand schützen können! Will Apple mich auch verklagen wenn ich das nutze? Das ist doch alles Blödsinn!
[re:1] BlueBull am 21.04. 22:27
+ -1
@amdkeks: Dann sollten also doch alle ihre Doktor-Arbeiten abschreiben dürfen? Es sind auch nur Wörter.
[re:1] merovinger am 21.04. 23:12
+ -2
@BlueBull: Nichts reimt sich auf Uschi
[re:3] Stereo am 21.04. 22:30
+ -
@BlueBull: Wenn überhaupt das sind "One more thing" und "Think different" geflügelte Wörter und sicherlich nicht rechtlich schützenswert.

Davon gibt es im Sprachgebrauch massig.
Zur kleinen Übersicht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_gefl%C3%BCgelter_Worte
[re:1] BlueBull am 21.04. 22:36
+ -
@Stereo: Da gibt's einige dieser Werbe-Floskeln, die würde wohl nie eine andere Firma übernehmen. Oder hast du da Beispiele?
https://www.markenlexikon.com/slogans_c.html
[re:1] Stereo am 21.04. 22:43
+ -
@BlueBull: Nun, dies ist ein Werbespruch mit dem auch Werbung betrieben wurde. Diese Sprüche werden von Werbeagenturen ausgedacht so auch "Da weiß man, was man hat." 1969 für VW.

https://autonatives.de/da-weis-man-was-man-hat_6907707.html
[re:1] BlueBull am 21.04. 23:01
+ -
@Stereo: Die Agenturen machen auch ihre Arbeit, wie Maler ihre Bilder. Was ist da anders?
Ich will Apple nicht in den Himmel loben, aber es geht um den Fakt. Nun spann ich den Bogen noch größer: Was passiert bei den Uploadfiltern, wenn derartige Floskeln erkannt werden? Das wäre in der Tat ein Tacken zu viel.
Anders: Kann man eine Grenze zwischen schützenswertem und nicht schützenswertem überhaupt ziehen? Nein, sie ist schwammig. Das sollte jede Firma mit sich ausmachen, ohne zu verurteilen. Zu verurteilen ist aber, dass es Firmen wie Swatch gibt, die sich der bekannten Slogans bedienen, nur um selbst Vorteile daraus zu ziehen.
[re:2] Stereo am 21.04. 23:10
+ -
@BlueBull: Apple hat die Klage verloren. Es scheint als könnte man diese Worte wohl doch nicht konkret Apple zuordnen.

"Es würde sich um einen gewöhnlichen Spruch handeln, der sich nicht als Marke sichern lässt."

Es liegt in der jeweiligen Rechtssprechung, Örtlichkeit und Sprache wie das zu werten ist.
[re:3] BlueBull am 22.04. 00:26
+ -
@Stereo: Ja, das ist wohl so. Gut, finde ich das Übernehmen des Spruchs von Swatch dennoch nicht. ;-)
[re:4] RalphS am 21.04. 23:43
+ -
@BlueBull: Naja, ich stimme Dir *prinzipiell* zwar zu, aber "one more thing" ist jetzt nichts, was man mit irgendwem in Verbindung bringt (bringen sollte).

'One more thing' heißt einfach, sinngemäß, "ach ja, und noch etwas". Ein beiläufiges Hinzufügen einer Sache; für Apple also bewußtes Untertreiben, man mag es gerne 'elegantes Understatement' nennen, wenn man das möchte.

Nur, wenn ich was vergessen hab zu erwähnen, dann sag ich auch, ah - one more thing. Wenn ich am Ende eines Monologes bin, kann zB auch eine Lesung, ein Vortrag, sonstwas sein: One more thing. Genausogut kann's aber auch eine Aufmunterung sein nach all der Arbeiterei: Just one more thing (then you can go home).

"One more thing" ist zu unspezifisch, zu allgemein; genau das ist es, was Apple ausgenutzt hatte - sicherlich bewußt -- indem man sich hinstellte und sagte, oh ach ja fast hätte ich was vergessen und so eher beiläufig das Wichtigste des ganzen Abends in den Raum zu legen, während die Aufmerksamkeit (in einem literarischen Sinne) ganz woanders verortet wurde oder werden sollte.

Und genau deswegen können sie es sich nicht schützen lassen.

Daß natürlich X viele nicht minder eher allgemeingültige Wendungen von anderen Parteien geschützt wurden -und werden- steht wieder auf einem anderen Blatt. Insoweit sei es Apple nachgesehen, daß sie dasselbe auch versuchen.
[re:1] BlueBull am 22.04. 00:32
+ -
@RalphS: Stimme dir zu. Es ist leider so genial unspezifisch, dass es wieder Kult war und was man heute bei der Firma zum Teil vermissen lässt.
[re:1] RalphS am 22.04. 00:40
+ -
@BlueBull: Ohne Johbs nix lohs. ;/

Mal schaun, entweder sie fangen sich noch oder sie fangen sich halt nicht; momentan haben sie aber noch genug Potential: hoffen wir, daß sie's nicht verspielen.
[o4] crazyus am 22.04. 03:23
+5 -
Richtig so, man muss doch nicht jeden Spruch und jedes noch so primitive Design patentieren.
Bei Richtigen Erfindungen und neuen Techniken ist das ja alles in Ordnung, wobei es selbst da nicht immer sinnvoll ist.
[re:1] PiaggioX8 am 22.04. 05:11
+1 -6
@crazyus: Wobei ich den Werbestrategen Swatch durchaus zutraue hier als Trittbrettfahrer aufzutreten.
Ich kenne das aus der Musikszene, wo B-Musiker quasi als Double auftreten und sich verdammt ähnlich klingende Namen geben wie den Künstler den sie Imitieren.
Und Think different war durchaus eine grossangelegte Webekampagne von Apple.
Genauso wie Onwe more thing - wer das in der Presse gelesen hat, verknüpfte das automatisch mit Apple - zumindest wer ein kleines bischen die IT-Entwicklung verfolgt.
[re:1] moribund am 22.04. 08:55
+3 -2
@PiaggioX8: Swatch ist seit ein paar Jahrzehnten einer der namhaftesten Uhrenhersteller der Welt, und du meinst die hätten die Methoden irgendwelcher abgehalfteter B-Musiker nötig um als Apple-Copycat Bekanntheit zu erlangen? ^^
[re:1] ZappoB am 22.04. 10:57
+1 -1
@moribund: wenn es um Werbewirksamkeit geht: auf jeden Fall! Und einen Slogan zu kopieren und modifizieren ist halt wenig kreativ. Ob es eine Klage rechtfertigt, lasse ich mal dahingestellt...
[re:2] Freddy2712 am 22.04. 21:44
+2 -
@PiaggioX8: Gerade Swatch hat es bestimmt nötig bei Apple Trittbrettfahrer zu Spielen wohl eher nicht.
Swatch dürfte um längen bekannter sein als Apple was Uhren angeht, zumindest ich denke bei Uhren nicht unbedingt sofort an Apple.
Wenn Apple Morgen ein IKnife auf den Markt brächte würde ich bei Taschenmesser dennoch zu erst an Victorinox besser als Schweizer Taschenmesser bekannt denken.
☀ Tag- / 🌙 Nacht-Modus
Desktop-Version anzeigen
Impressum
Datenschutz
Cookies
© 2024 WinFuture