Google wehrt sich gegen 50 Mio. Euro Strafe nach DSGVO-Verletzungen

Nadine Juliana Dressler am 27.01.2019 15:51 Uhr
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Anfang der Woche wurde die Rekorde-Strafe in Höhe von 50 Millionen Euro bekannt, die der Internetriese Google in Frankreich wegen Verstößen gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zahlen soll. Nun geht Google in die Gegenoffensive und will die Strafe und die Anschuldigungen so nicht hinnehmen.



20 Jahre Google
Infografik: 20 Jahre Google

"Wir haben hart daran gearbeitet, einen DSGVO-konformen Zustimmungs­prozess für personalisierte Anzeigen zu schaffen, der so transparent und unkompliziert wie möglich ist, basierend auf regulatorischen Vorgaben und User Experience Tests", sagte ein Google-Sprecher in einer Erklärung (via CNet). "Wir sind auch besorgt über die Auswirkungen dieser Entscheidung auf Verlage, Autoren von Originalinhalten und Technologieunternehmen in Europa und darüber hinaus. Aus all diesen Gründen haben wir uns jetzt entschieden, Berufung einzulegen."

Nach der Bekanntgabe der Strafe, die französische Datenschützer und der österreichische Datenschutzaktivist Max Schrems gegen Google durchgesetzt hatten, zeigte sich der US-Konzern noch recht zurückhaltend. Man wolle rechtliche Schritte prüfen, hieß es zunächst nur.

Google und Rekordstrafen sind nichts Neues

Diese Prüfung machte das Unternehmen nun wohl sicher, sich erfolgreich wehren zu können.

Google ist dabei kein unbeschriebenes Blatt, wenn es um Geldbußen geht, die dem Konzern nach Verletzungen von EU-Recht auferlegt wurden.

Aktuell ist noch mindestens eine weitere kartellrechtliche Untersuchung anhängig. Erst im vergangenen Jahr wurde Google wegen wettbewerbswidriger Android-Praktiken mit einer Geldstrafe von fünf Milliarden Dollar belegt. Ein Jahr zuvor musste der Konzern 2,7 Milliarden Dollar, in einem Fall bei dem es um Google Shopping ging, zahlen.

Höchste DSGVO-Geldbuße

Die DSGVO-Geldbuße ist dagegen diesmal zwar verhältnismäßig gering, für Google also nahezu "Peanuts". Sie ist aber die bisher höchste Strafe, die wegen Verletzungen nach dem neuen Datenschutzgesetz verhängt wurde.

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