Google bekommt Genehmigung für Einsatz von Radar in Smartphones

Christian Kahle am 02.01.2019 15:58 Uhr
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Google hat die erforderlichen Genehmigungen dafür erhalten, demnächst Geräte in den Handel zu bringen, die mit Radar-Technologie arbeiten. Auf diese Weise sollen sich Gegenstände identifizieren und Gesten der Nutzer erkennen lassen. Die Entwicklungen entsprechender Technologien liefen schon seit längerer Zeit unter dem Codenamen Project Soli.

Die Funk-Frequenzen, die dabei zum Einsatz kommen, unterliegen allerdings der behördlichen Regulierung und Google musste eigene Lizenzen beantragen, um sie mit der erforderlichen Leistung nutzen zu können. Die Federal Communications Commission (FCC), die als oberste Telekommunikationsbehörde über die Frequenzbänder wacht, hat die benötigten Genehmigungen nun erteilt, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Laut einer Stellungnahme der FCC sei man dem Antrag nachgekommen, da es durchaus dem öffentlichen Interesse entspräche, wenn der Weg für ein innovatives Verfahren zur berührungslosen Gestensteuerung von Geräten freigemacht werde. Grundsätzlich funktionierte die Technologie auch schon mit geringeren Leistungen, allerdings nicht in der gewünschten Qualität. Die Stärke der elektromagnetischen Strahlung bewegt sich dabei aber immer noch in einem Rahmen, der sogar einen Betrieb innerhalb von Flugzeugen zulässt.

RadarCat: Kleines Google-Radar kann sogar Smartphone-Modelle erkennen
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Google hatte schon vor einiger Zeit bewiesen, wie genau die Soli-Sensoren arbeiten. So schaffte man es beispielsweise nur anhand des Radarbildes verschiedene Smartphone-Modelle auseinanderzuhalten. Damit ist das Verfahren auch genau genug, um die sehr genauen Bewegungen einzufangen und zu interpretieren, zu denen die menschliche Hand in der Lage ist.

Das Soli-Radar arbeitet dabei in einem Spektrum zwischen 57 und 64 Gigahertz. Facebook hatte ursprünglich Widerspruch gegen den Antrag Googles eingelegt und dies damit begründet, dass Wechselwirkungen mit anderen Technologien nicht auszuschließen seien. Die Bedenken konnten aber ausgeräumt werden.
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