Microsoft wirbt hochrangige Prozessor-Experten bei Qualcomm ab

Christian Kahle am 09.10.2018 09:51 Uhr
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Es war dann doch etwas auffällig: Eine ganze Reihe hochkarätiger Mitarbeiter des Chipherstellers Qualcomm haben in den letzten Monaten ihren Arbeitgeber gewechselt und stehen jetzt bei Microsoft unter Vertrag. In Redmond werden sie aber nicht an eigenen ARM-Prozessoren für die Hardware-Serie arbeiten, sondern ein viel größeres Ziel verfolgen.



Aufbau einer Quanten-CPU
Infografik: Aufbau einer Quanten-CPU

Die Spezialisten für Rechner-Architekturen sollen bei Microsoft an der Entwicklung von Quanten­com­putern arbeiten. Der Redmonder Konzern ist schon länger an dem Thema dran und sieht in den fraglichen Systemen eine potenzielle Ergänzung für die Infrastruktur hinter seinen Azure-Diensten. Quantenrechner könnten hier zukünftig bestimmte Berechnungen von Cloud-Anwendungen übernehmen.

Microsoft wartet dabei allerdings keineswegs darauf, dass an irgendeiner Universität mal der große Durchbruch geschafft wird, sondern hat seit vielen Jahren eigene Teams aus Wissenschaftlern und Ingenieuren auf der Spur. Außerdem arbeiten Entwickler auch an Programmiersprachen und Software, die mit den Besonderheiten von Quantencomputern umgehen können.

Veteranen wechseln

Dass nun aber so viele Experten aus der Hardware-Praxis von Qualcomm abgeworben werden, deutet darauf hin, dass man in Redmond demnächst die nächsten konkreten Schritte gehen will und praxistaugliche Systeme in greifbare Nähe rücken. Verschiedene Erfolge konnte man ja auch in der Vergangenheit schon vermelden, auch wenn der große Durchbruch noch ausblieb. Das US-Magazin ZDNet verweist nun insbesondere auf vier Fachleute, die in der letzten Zeit von Qualcomm zu Microsoft gewechselt sind:


Microsoft ist es also wirklich gelungen, diverse Fachleute zu einem Wechsel zu bewegen. Diese würden ihre bisherigen Aufgaben wohl kaum einfach für ein vages Projekt in einer Nischenabteilung der Redmonder aufgeben. Entsprechend darf man auf weitergehende Meldungen hinsichtlich der eigenen Quantencomputer-Entwicklung gespannt sein.

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