Abzocke im Namen der DSGVO: Fax-Abofalle funktioniert wieder

oder

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[o1] Paradise am 02.10. 19:49
+5 -1
Mir ein Rätsel wie jemand der ein Unternehmen hat bei so was dann bezahlt.
[re:1] Hanni&Nanni am 02.10. 19:53
+5 -1
@Paradise: Verstehe ich auch nicht. Ich hab solch ein Fax heute Mittag auf der Fritz!Box gesehen. Stand nicht drauf, dass jemand etwas bei mir kaufen will, also weg damit. Und selbst bei näherer Betrachtung und täuschend echter Optik, hätte ich mich erst einmal über ne Suchmaschine schlau gemacht, wo meine gesetzliche Verpflichtung liegt. Ich schließe doch keinen Vertrag ab, ohne die gesetzliche Notwendigkeit zu prüfen. Und schon drei mal schicke ich nicht ein Fax unterschrieben zurück. Entweder ich erhalte die Vertragsunterlagen mit Broschüre per Briefpost, oder es ist sinnlos mir sowas zu "faxen". Also, jemand der darauf rein fällt, der hat es echt verdient! Wobei ich den Betrügern selbst auch die Pest an den Hals wünsche.
[o2] pcfan am 02.10. 21:29
+3 -
Generell sollte man IMMER lesen, was man persönlich unterschreibt.
Insbesondere als Unternehmer, weil es da ja mit dem Rücktrittrecht nochmal anders aussieht.

Dass offizielle Dokumente grundsätzlich nicht per FAX sonder per Post kommen sollte auch jeder Unternehmer wissen.
[o3] Scaver am 02.10. 22:09
+2 -1
1. Irgendwo selber schuld, wenn man darauf rein fällt. Denn a) MUSS es lt. DSGVO einen Datenschutzbeauftragten geben, der sich damit auskennt und b) sollte man alles immer bis ins Detail lesen, gerade als "Unternehmen"!
2. Rechtlich kann das aber nicht durchgesetzt werden. Fällt man darauf herein, einfach ignorieren, außer es kommt von echten deutschen Behörden oder Gerichten etwas. Dann reagieren, aber da ist man schnell wieder raus! Denn diese "Verträge im Kleingedruckten" sind rechtswidrig und damit nichtig!
[o4] DoM187 am 03.10. 05:48
+3 -1
Leute, die Sprüche "selber Schuld" legitimieren die Handlungen der Kriminellen. Ich finde es ein Unding, dass diese Info nicht breiter gestreut wird. Als ein Post bei einer Anwaltseite und einigen wenigen Fach-Seiten.
[o5] dpazra am 03.10. 09:55
+ -2
Fax gibt es noch? Naja, es ist ja eigentlich nur ein Beispiel von einer ganzen Klasse von Betrugsmaschen. Es gibt ja noch gefälschte Schreiben von Kosteneinzugsstellen, Gerichtskassen und anderen Behörden, oft auch gezielt mit Bezugnahme auf jüngere Registerbekanntmachungen, die ja stets öffentlich sind.

Der deutsche Staat könnte zumindest langfristig etwas dagegen tun, indem er den Sicherheitsstandard bei seiner eigenen Kommunikation erhöht. Papier ist geduldig, Fax hat keinerlei Sicherheitsmerkmale, aber eine signierte E-Mail kann man nicht fälschen (mathematische Durchbrüche ausgenommen, dann würde es aber Updates geben), schon gar nicht wenn es ein bisschen Unterstützung durch den E-Mail-Client gibt, der vielleicht eine grüne Nachricht in Richtung "Die Signatur dieser E-Mail weist den Absender als Behörde der BRD aus." anzeigen könnte. Das müsste sich zwar auch erstmal rumsprechen, wenn man es aber einmal etabliert hat, dann kann man Fälschungen auf einen Blick von echten Mails unterscheiden.
[o6] starship am 03.10. 14:17
+ -1
00800... da müßte einem eigentlich schonmal was auffallen.

EDIT: muß wohl ein Tippfehler von WF sein, die scheint es als internationale Vorwahl nicht zu geben... oder ich finde sie nur nicht.
[re:1] Breaker am 03.10. 14:48
+1 -
@starship: Das passt schon. Die 0800 ist die nationale Vorwahl für kostenfreie Gespräche (im Inland), und mit der 00800 ist man eben auch aus dem Ausland erreichbar, je nachdem für welche Länder die Nummer alles freigeschaltet wurde.
Siehe hierzu auch: http://www.teleforwarding.de/blog/unterschied-zwischen-0800-und-00800-servicerufnummern/
Und da die Betrüger ja nicht in Deutschland sitzen, aber natürlich möglichst viele "Kunden" von ihrer "Seriosität" überzeugen wollen, haben sie sich offenbar gedacht "Wenn es nichts kostet, werden es sicher viele zurückschicken und erst gar nicht lange überlegen".
[re:1] starship am 03.10. 18:40
+ -
@Breaker: Müßte es aus dem Ausland dann nicht korrekterweise die 0049800 sein? Der verlinkte Artikel hat allerdings Licht ins Dunkel gebracht und ich hab wieder was dazugelernt. Danke für die Aufklärung. :-)
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