Ein "Minecraft 2" wird es nicht geben - Microsoft versucht andere Wege

Christian Kahle, 02.10.2018 09:24 Uhr 30 Kommentare
Minecraft ist unzweifelhaft eine enorme Erfolgsgeschichte - sowohl für die Entwickler des Spiels als auch hinsichtlich der Übernahme-Entscheidung durch Microsoft. Trotzdem kommt man in Redmond keineswegs auf die Idee, die Marke mit der Herausgabe eines zweiten Teils noch kräftiger zu melken - denn das wäre längerfristig keine gute Idee. "Ich glaube nicht, dass das bei Minecraft sinnvoll wäre", erklärte Helen Chiang, die bei Microsoft für das Spiel verantwortlich ist, in einem Interview mit dem Magazin Business Insider. Der Grund für diese Ansicht liege darin, dass der Erfolg des Games zu einem wesentlichen Teil in der Spieler-Gemeinschaft zu finden ist. Die Herausgabe eines Nachfolgers hätte das Potenzial, die Community zu fragmentieren, was sehr nachteilig wäre, so Chiang.

Die Szene rund um das Spiel ist im Kern seit der Erstveröffentlichung auf dem PC kontinuierlich gewachsen. Aktuell soll es rund 91 Millionen aktive Nutzer geben, die immer wieder auch gemeinsam spielen, die Welten erkunden und Dinge aufbauen. Da wäre es kontraproduktiv, einen Nachfolger in die Spur zu schicken, der naturgemäß nicht mit dem ersten Teil kompatibel wäre.

Minecraft: Dungeons - Action-Adventure für den PC angekündigt
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Eher Ableger wie Minecraft: Dungeons

Microsoft wird sich daher weitgehend darauf beschränken, Erweiterungen zu entwickeln, die optional an das Basis-Spiel angedockt werden können. Eine zweite Option ist die Bereitstellung von Nebenprojekten, die nur bedingt etwas mit dem Original zu tun haben. Das neue "Minecraft: Dungeons" ist ein Beispiel für letztere Strategie. Das Produkt soll im kommenden Jahr auf den Markt kommen und ist im Grunde ein eigenständiges Action-Adventure. Dieses ist hinsichtlich der grafischen Umsetzung eindeutig im Minecraft-Universum angesiedelt, doch wird der Spieler hier eher durch Tunnel laufen, als selbst solche zu gestalten.

Beim Entwickler-Studio Mojang sei durchaus diskutiert worden, ob man Dungeons nicht in das Kernspiel einbaut. Allerdings habe man sich dagegen entschieden, um das eigentliche Minecraft nicht zu verwässern. "Es ist also einfach ein Adventure mit einer Story", erklärte Mojangs Kreativ-Chef Jens Bergentsen. Und es handelt sich auch ein Stück weit um einen Test-Ballon Microsofts, inwieweit man mehr aus der Marke machen kann, ohne den Kern anzutasten.

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