Mission E wird Taycan: Das kann der erste Serien-Porsche mit E-Antrieb

John Woll, 11.06.2018 19:21 Uhr 28 Kommentare
Was bisher bei Porsche unter der Überschrift "Mission E" entwickelt wurde, bekommt jetzt einen offiziellen Starttermin. Die Stuttgarter Autobauer werden im nächsten Jahr mit ihrem ersten Elektroauto "Taycan" in Serie gehen. Insgesamt verdoppelt das Unternehmen seine bisher geplanten Investitionen in Elektromobilität bis 2022 auf über 6 Milliarden Euro.

Taycan darf bei Porsche den Anfang der Elektromobilität einläuten

Alle großen Hersteller arbeiten nicht nur an Elektroautos, sondern auch am Aufbau der nötigen Infrastruktur. Porsche hatte unter der Bezeichnung "Mission E" schon eine ganze Weile Einblick in die eigenen Pläne für das erste rein elektrisch betriebene Fahrzeug gegeben, jetzt nennt der Stuttgarter Autobauer erstmals feste Termine - und gibt dabei auch einen Namen für den ersten E-Prosche bekannt: Taycan.

Porsche Taycan
Aus Mission E...


Porsche Taycan
...wird der Porsche Taycan

Wie Porsche bei der Präsentation betont, wurde dieser Name dem orientalischen Sprachraum entnommen und lässt sich sinngemäß in "lebhaftes, junges Pferd" übersetzen - damit verweist man natürlich auf das Firmen-Wappentier, das sich auf allen Porsche-Modellen seit 1952 als ein springendes Ross zeigt.

"Zwei permanent-erregte Synchronmotoren (PSM) mit einer Systemleistung von mehr als 600 PS (440 kW) beschleunigen den Elektro-Sportler in deutlich weniger als 3,5 Sekunden auf Tempo 100 und in unter zwölf Sekunden auf 200 km/h", so Porsche zu den Leistungsdaten. Ein besonderes Ausrufezeichen legt der Hersteller aber hinter die Tatsache, dass man hier eine "bisher unerreichte Dauerleistung" bieten können will: "Mehrere Beschleunigungsvorgänge direkt hintereinander sind ohne Leistungsverlust möglich", so Porsche.

Porsche Taycan

Laut offizieller Fahrzyklus-Messung wird das Serienmodell des Taycan eine maximale Reichweite von 500 Kilometern bieten. Darüber hinaus will man auch bei den Ladezeiten sehr flotte Werte bieten. Der Allradler verfügt über eine 800-Volt-Architektur und ist damit für das Laden am Schnellladenetz vorbereitet. Porsche will in rund vier Minuten Wartezeit 100 Kilometer Reichweite nachladen können.

Jetzt wird kräftig investiert

Porsche will nach eigenen Angaben bis 2022 rund 6 Milliarden Euro in Elektromobilität investieren - diese Summe hatte der Hersteller bei der Ankündigung des Taycan im Vergleich zu früheren Angaben verdoppelt. Von den zusätzlichen Geldern sollen alleine 700 Millionen Euro in Ladeinfrastruktur investiert werden. Der erste E-Porsche soll außerdem für 1200 neue Arbeitsplätze sorgen.
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