Von Sputnik bis SpaceX Starlink: Der Erdorbit wird immer voller

Satellitendaten und -signale liefern entscheidende Inputs für viele wirtschaftliche Aktivitäten - doch die Umlaufbahnen der Erde werden immer voller. In den Jahren 2020 und 2021 wurden in Summe mehr Satelliten und Raumsonden ins All geschossen als in den Jahren 2010 bis 2019 zusammengerechnet. Wie die Grafik außerdem veranschaulicht, nahm die Zahl insbesondere zu, nachdem SpaceX damit begonnen hat, Starlink-Satelliten in den Erdorbit zu befördern.

Rund 2.800 Starlink-Satelliten vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX kreisten im August 2022 um die Erde. SpaceX will mit insgesamt 12.000 im erdnahen Orbit stationierten Satelliten einen weltweiten Internetzugang aufbauen. Elon Musk, der an der Gründung von PayPal beteiligt war und CEO von Tesla ist, gründete SpaceX 2002.

Knapp 4.900 Satelliten kreisten am 31. Dezember 2021 um die Erde. Der USA gehörten zum angegebenen Zeitpunkt über 2.900 Stück der künstlichen Erdtrabanten im All. Auf Platz zwei lag China mit fast 500 Satelliten. Die weltweite Satellitenindustrie ist eine besonders lukrative Sparte der Raumfahrt: Der Umsatz der Herstellung, des Betriebs und der Wartung von Satelliten wuchs zwischen 2008 und 2018 kontinuierlich und lag 2020 bei 271 Milliarden US-Dollar.

Ein wachsendes Problem dieser Entwicklung ist Weltraumschrott. Wie diese Grafik zeigt, befinden sich im Erdorbit derzeit mehr als 30.000 Teile solchen Weltraumschrotts. Die Grafik zeigt auf Basis von Daten der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), wie diese sich auf die einzelnen Orbit-Schichten verteilen. Demnach enthält der niedrige Erdorbit mit rund 18.000 Teilen den meisten Weltraummüll. Er befindet sich in 200 bis 2.000 Kilometer Höhe.

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