Facebook: Regierungen und Behörden wollen immer mehr Nutzerdaten

Medien meldeten kürzlich, dass Facebook der Polizei offenbar die Daten einer 17-jährigen Nutzerin aus Nebraska übergeben hat. Gegen die Teenagerin wird wegen einer mutmaßlich illegalen Abtreibung ermittelt. Dass das größte Soziale Netzwerk der Welt Nutzerdaten an ermittelnde Regierungsstellen und Behörden herausgibt, ist gängige Praxis. Im vergangenen Jahr bearbeitete das Unternehmen rund 426.000 solcher Anfragen - das entspricht einem Plus von 16,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Laut dem eigenen Transparency Center gibt Facebook bei über 70 Prozent der Ersuchen Daten heraus.

Die mit Abstand neugierigsten Behörden sitzen in den USA (123.653 Anfragen im Jahr 2021). Dahinter folgen Indien (95.657) und Deutschland (31.795). In Bezug auf den Nebraskafall ist Facebooks Mutterkonzern die Zusammenarbeit mit der Polizei - zumindest aus PR-Sicht - offenbar eher unangenehm. Facebooks Mutterkonzern Meta veröffentlichte eine Erklärung, die eindeutig den Zweck verfolgt, den Eindruck zu zerstreuen, dass Facebook Ermittlungen bei Schwangerschaftsabbrüchen grundsätzlich unterstützt.

Facebook: Regierungen und Behörden wollen immer mehr Nutzerdaten
[o2] gettin am 16.08. 14:51
+4 -4
Facebook und Whatsapp gehört aus meiner Sicht verboten und widerspricht den ehemaligen grundrechltichen Grundsätzen wie Briefgeheimnis und Schutz der Persönlichkeit.

Stattdessen werden datensicherere Dienste wie Telegram verboten oder zumindest es wird extremst erschwert, diese zu nutzen - wie kürzlich die angeordnete Altersanhebung von FSK 18 bei Telegram während Whatsapp ab 0 Jahren ist.
[re:1] fazeless am 16.08. 15:24
+2 -
@gettin: seit wann ist Whatsapp ab 0 Jahre? Ab 16 ist es erlaubt.
[re:2] rallef am 16.08. 15:50
+2 -
@gettin: Mit einer entsprechenden richterlichen Anordnung (und die hat es in dem Fall ja nun mal offensichtlich gegeben) konnten schon immer deine Post und dein Telefon überwacht werden.

Persönlichkeitsschutz stand auch schon immer unter Gesetzesvorbehalt, also wenn du etwas verbrochen hast, kann dein Recht auf Bewegungsfreiheit dadurch eingeschränkt werden, dass du im Knast sitzt.

Man muss sich vielmehr über diese Zivilversager wundern, die meinen, ihre intimsten und persönlichsten Dinge (wenn man schon meint die allgemeinen Gesetze bewusst brechen zu müssen) "im Internet" bzw über diese Plattformen verbreiten zu müssen.

Medienkompetenz: Failed.
[re:3] der_ingo am 16.08. 17:54
+1 -
@gettin: also Telegram ist ein funktionsreicher Messenger, aber grad den als "datensicherer" zu benennen, ist schon ziemlich an der Realität vorbei. Telegram ist standardmäßig unverschlüsselt und speichert alle Chats komfortabel zentral auf den Servern des Unternehmens werweißwo. Diverse andere Messenger sind da in Sachen Sicherheit und Datenschutz weit besser. Selbst WhatsApp.
[o3] Ghost-Hero am 16.08. 15:14
+2 -
Facebook&Co sind aber auch dreist. Um an Daten jeglicher Art zu kommen, umgehen sie die Tracking-Schutzmaßnahmen auf Apples Geräten per In-App-Browser. Guckst du hier: https://www.mactechnews.de/news/article/Facebook-und-Instagram-In-App-Browser-koennen-Apples-Anti-Tracking-Massnahmen-aushebeln-180782.html
Mal sehen, was dem entgegenzusetzen ist.
[re:1] Ludacris am 16.08. 15:33
+1 -
@Ghost-Hero: Darüber wurde hier eh auch berichtet.
[re:2] Nunk-Junge am 16.08. 18:15
+ -
@Ghost-Hero: Ich habe keine Apple-Geräte, daher eine ernst gemeinte Frage: Wie funktionieren die Anti-Tracking-Maßnahmen von Apple?
[re:1] Ghost-Hero am 16.08. 18:49
+ -
@Nunk-Junge: In den Einstellungen kann man Tracking generell verbieten oder in jeder App beim ersten Öffnen. Den technischen Hintergrund incl. Verschleierung der Mail-Adresse, müsstest du dir ausm Netz holen.
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