Alle Spiele, alle Tore: Teures Fußball-Fanleben durch Pay-TV-Abos

Der Sport-Streamingdienst DAZN schockt mit einer Preiserhöhung von ganzen 100 Prozent. Neukunden zahlen ab dem 1. Februar 274,99 Euro für ein Jahresabo, für Bestandskunden wird der Preishammer noch bis zum 31. Juli hinausgezögert; ab dann gilt der Preis für alle.

Als Fan eines Fußballvereins aus der deutschen Bundesliga hat man es dieser Tage nicht leicht, jedes Spiel der favorisierten Mannschaft zu verfolgen. Der Flickenteppich der Bundesliga-Übertragungsrechte führt dazu, dass teilweise bis zu vier verschiedene Pay-TV- beziehungsweise Streaming-Abos benötigt werden, um alle Partien der Bundesligaklubs sehen zu können. Fans müssen dafür tief in die Taschen greifen, wie die Grafik zeigt.

Allein um nur die Bundesligaspiele abzudecken, ist sowohl ein Sky-Abo als auch DAZN Voraussetzung - Sky überträgt die Samstagsspiele, DAZN Freitag und Sonntag. Der zusammengerechnete Jahrespreis der beiden Anbieter ab dem 1. Februar 2022 werde rund 556,99 Euro betragen, also 46,42 Euro pro Monat. Sollte der geliebte Fußballklub dann auch noch in der Champions League spielen, hilft nur der Zukauf einer Amazon-Prime-Mitgliedschaft für 69 Euro im Jahr, da DAZN nicht alle Spiele der europäischen Königsklasse zeigen darf.

Läuft es für das Team in der Champions League Gruppenphase nicht so rund, besteht allerdings noch die Möglichkeit, in die Europa League zu rutschen. In diesem Falle wäre RTL der Rechteinhaber, der neben einigen Free-TV-Partien alle Begegnungen über sein Streamingportal verfügbar macht. RTL+ ist mit 4,99 Euro im Monat (59,88 Euro im Jahr) der günstigste unter den Anbietern. Wer sichergehen will, auch wirklich kein Fußballspiel zu verpassen, sollte für das Fußball-Rundum-Sorglos-Paket aller vier Abonnements 685,87 Euro jährlich auf der hohen Kante haben.

Alle Spiele, alle Tore: Teures Fußball-Fanleben durch Pay-TV-Abos
[o1] FatEric am 26.01. 13:44
Es gibt eine einfache Möglichkeit, das Problem zu lösen. Verzicht. Die Preise sind ja nur deswegen so hoch, weil es scheinbar wirklich genug Leute gibt, die bereit sind, diese zu bezahlen.
[re:1] DRMfan^^ am 26.01. 15:05
+2 -
@FatEric: Genau. Wenn genügend Leute eine Saison verzichten, dann fallen die Lizenzpreise in der nächsten Runde.
[re:1] floerido am 26.01. 16:10
+ -
@DRMfan^^: Aber dann hat doch der Verein weniger Geld und kann international im Wettbieten um Spieler nicht mehr so gut mitmachen.

Passend dazu gab es heute Artikel, dass die Bundesliga im Wettbewerb aufpassen muss nicht hinter kleinere Ligen zurück zu fallen. Also zeitlich wird genau passend den Fans Angst vor einem Abstieg gemacht.
[re:1] DRMfan^^ am 26.01. 18:25
+ -
@floerido: Dann wäre es für den Verein sinnvoller, dem Verein direkt zu Spenden oder z.B. Merch zu kaufen. Abgesehen davon: Wenn ein Verein nur gewinnt, weil er sich die teuersten Spieler zusammenkauft, dann sollte man allgemein mal überlegen, ob man weiterhin Bayern München Fan sein will :D. Zumindest höre ich von Fußballfans, dass insbesondere die das wohl ausgiebig so machen.
[re:1] floerido am 26.01. 18:38
+ -
@DRMfan^^: Das war mehr oder weniger die Begründung der Top-Vereine, warum man immer weitere TV-Termine und -Anbieter benötigt.
[o2] wertzuiop123 am 26.01. 13:53
+ -
Rechte werden auch jedes Jahr immer teurer ersteigert/versteigert, oder? Früher holte man sich eine Al Jazeera Smartcard um über Hotbird Sat zu schauen (nur teilweise englischer Kommentar), keine Ahnung wer im Ausland aktuell was kaufbares in die Richtung anbietet. Aktuell ging schon fast alles an Streaminganbieter (DAZN und co) oder Kabel-Sender (v.a. in der Schweiz)

Champions League hat teilweise auch der Dosensender in AT gekauft fürs Free TV.
[o3] DRMfan^^ am 26.01. 15:09
+1 -
Muss man denn bei Sky und DAZN Jahresabos abschließen? Die Bundesliga hat doch mehrere Monate Pausen zwischendurch?
[re:1] floerido am 26.01. 16:15
+ -
@DRMfan^^: Genau das ist der Trick, deshalb ist das Jahresabo eigentlich teurer. Nur wenn man das Abo pausiert, dann ist man nicht mehr im Bestandstarif und muss die Neupreise zahlen oder die Pause ist dann nicht über die gesamte Pause möglich.
[o4] Every_b am 26.01. 17:20
+1 -
Auch Prime wird seine Preise noch erhöhen, nur vllt. später, weil die es sich noch am ehesten erlauben können. Es sollte klar sein, dass die günstigen Preise "Wachstums-Angebote" sind und jetzt mit akzeptabler Marktdurchdringung die Rendite "eingefangen" werden soll. Genau wie bei Netflix und co.
[re:1] Fropen am 26.01. 18:22
+1 -
@Every_b: vor allem hat Amazon noch andere Einnahmequellen zur Quersubvention
[re:1] mreyeballz am 27.01. 07:27
+ -
@Fropen: Amazon mach mehr als die Hälfte des Gewinns mit AWS. Amazon ist ein Cloudanbieter, der hobbymäßig nebenher einen Buchladen betreibt.
[o5] mrsurprise am 26.01. 23:21
+1 -
selbst dran Schuld. Solange es die Leute bezahlen.....
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