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Sanktionen: Rückzug der Tech-Konzerne trifft Millionen Russen

Sanktionen: Rückzug der Tech-Konzerne trifft Millionen Russen
Quelle: Statista
Die Wirtschaftssanktionen gegen Russland wirken, wie etwa der steigende Rubelkurs und Devisenbeschränkungen zeigen. Aber auch an vielen anderen Stellen sind die Auswirkungen der russischen Invasion für Konsumenten spürbar. So nutzen beispielsweise normalerweise 59 Prozent der für den Statista Global Consumer Survey befragten Menschen aus Russland Instagram. Neuerdings ist das zu Meta gehörende soziale Netzwerk indes durch den Kreml gesperrt. Das gilt auch für Facebook, das von 37 Prozent genutzt wird.


Auch Produkte - wie Smartphones von Samsung und Apple - dürften schon bald nicht mehr erhältlich sein. Beide Unternehmen haben den Verkauf nach Russland gestoppt. Bekannte Tech-Unternehmen wie PayPal oder Netflix können von Bürgern der Russischen Föderation ebenfalls nicht mehr genutzt werden. Und nicht nur Tech-Konzerne verlassen das Land. Einer Aufstellung der Yale School of Management zufolge haben bereits 300 Unternehmen ihren Rückzug vom russischen Markt angekündigt, darunter auch die DAX-Vertreter Volkswagen, Allianz und Siemens.

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[o4] FuzzyLogic am 09.03. 14:29
+2 -1
Es ist traurig dass wie in jedem kriegerischen Konflikt die Zivilbevölkerung die Leidtragenden sind. Da schließe ich die meisten russischen Bürger mit ein, die diesen Krieg entweder nicht befürworten oder Opfer von Staatspropaganda und Falschmeldungen sind und sich deswegen auf der guten Seite wägen.
[re:1] skyjagger am 09.03. 14:56
+1 -1
@FuzzyLogic: Prinzipiell ist das Vorgehen zwar korrekt, dann man kann den Kremlchef nicht direkt attackieren, somit versucht man es über die Bevölkerung. Dies hat bei Putin nur leider sehr wenig Wirkung, da er seine eigene Bevölkerung wenig beachtet bzw respektiert. Er lebt in seiner Blase und ist daher wenig empfänglich für solche Sanktionen. Wie er mit Kritikern umgeht ist ja hinlänglich bekannt....
[re:1] FuzzyLogic am 09.03. 15:10
+2 -1
@skyjagger: es bleibt die zugegeben kleine Hoffnung, dass jemand im direkten Dunstkreis von Putin sich ein Herz fasst und abdrückt. Ihn hinter Gitter zu bringen dürfte wohl nicht ausreichen.
[re:2] Knubbel am 09.03. 20:21
+ -1
@skyjagger: nun ja, seine Luxusjacht ist gerade noch pünktlich vor dem Überfall aus einem deutschen Hafen ausgelaufen. Vielleicht findet die sich ja noch irgendwo...

Vielleicht sollte man auch einfach Leuten wie diesem ukrainischen Matrosen, der die Jacht eines anderen Oligarchen versenken wollte, nicht in den Arm fallen, sondern solche Leute einfach machen lassen...
[re:2] Knubbel am 09.03. 20:13
+1 -1
@FuzzyLogic: Traurig aber ist auch, dass immer noch mehr als 60% der Russen, gerade der älteren, positiv zu Putin eingestellt sind. Insofern ist auch unaufrichtig, die Führung immer vollständig vom Rest eines Landes trennen zu wollen. Auch Putin wurde von der Mehrheit gewählt.

Und "Leidtragende" sind zu aller erst einmal die Ukrainer.
[re:1] FuzzyLogic am 10.03. 09:00
+1 -1
@Knubbel: aber auch da muss man differenzieren. Natürlich gibt es auch in Russland die hartgesottenen Extremisten, die wie Putin davon träumen dass Russland keine unbedeutende Regionalmacht mehr ist. Aber viele, besonders ältere Menschen konsumieren ausschließlich staatliche Medien und werden seit Jahrzehnten von russischer Propaganda manipuliert. Natürlich glauben die irgendwann nichts anderes mehr.
[re:3] chris1284 am 10.03. 07:33
+1 -1
@FuzzyLogic: In dem Fall muss es die Zivilbevölkerung spüren, denn nur die kann sich in Russland gegen den Führer äh Präsidenten auflehnen. Da Propaganda und Ausschluss korrekter Informationen vorherrschen kann man nur so dem rus. Volk versuchen die Augen zu öffnen.
[o6] Rashiade am 09.03. 15:19
+1 -
Da leider kein Rückmeldungslink da ist: "gehördende"
Beitrag bitte anschließend löschen :)
[o7] burkm am 09.03. 15:54
+ -6
Man darf aber nicht vergessen, dass immer zwei Aspekte einen Autokraten "groß" werden lassen: auf der einen Seite er selbst und seine willfährigen Genossen und auf der anderen Seite ein willfähriges "Volk", dass dem nicht entgegensteht sondern ihn und seine Komparsen durch ihr duckmäuserisches oder unkritisches bzw. unterwürfiges Verhalten erst "groß" werden lässt.
Unterstützt haben ihn dabei letztlich auch noch westliche Regierungen, die das einfach hingenommen haben, weil sie froh waren, dass sie nicht selbst betroffen waren. Dass war bei den russischen Zaren und / oder Stalin usw. auch schon so und hat erst diese Exzesse ermöglicht. Seine frühere Annektion der Krim war ja erst der damalige Anfang...
[re:1] Skystar am 09.03. 17:18
+4 -
@burkm: Ja ne, is klar. Es war/ist ja auch so einfach sich gegen Hitler oder die DDR Regierung oder gegen den Nord-Koreanischen Diktator zu stellen... Du bist extrem weit von der Realität entfernt, wenn du solche Dinge verbreitest... Man hat nur ein Leben und in aller Regel möchte man das nicht schneller verlieren als unbedingt nötig!
[re:1] Knubbel am 09.03. 20:17
+3 -1
@Skystar: OK, was ist denn Deine Alternative? Sollen wir also um Putin loszuwerden einen Atomkrieg gegen Russland starten?

Sorry, da wird sich das russische Volk schon beteiligen müssen, wenn das Sterben aufhören soll und wir alle wieder friedlich(er) miteinander leben wollen.

Nicht zuletzt sterben auch viele Russische Söhne und Töchter in der Ukraine - für die irren
Machtspielchen einer kleinen Clique weißer alter Männer!
[re:1] wunidso am 10.03. 08:40
+2 -
@Knubbel: Wir können Putin überhaupt nicht loswerden. Wenn kann das nur das russische Volk umsetzen, die Wahrscheinlichkeit dafür ist aber sehr gering, dazu funktioniert die staatliche Überwachung viel zu gut.

Was passiert wenn man Diktaturen oder Regierungen, je nach Standpunkt, von aussen destabilisieren und stürzen möchte, kann man sich ja die tollen Ergebnisse der letzten 30 Jahre im nahen Osten anschauen, das einzige was man damit erreicht ist dass im entstandenen Machtvakuum religiöse Spinner oder lokale Warlords profitieren. Nirgends hat das für eine Verbesserung der Lebenssituation der Bevölkerung geführt, geholfen wurde durch die Eingriffe von aussen niemandem.
[o8] reichsverweser am 09.03. 18:38
+ -1
ich bitte Euch ALLE auf Google Maps auch die russischen Botschaften zu bewerten !
[o9] mt03c06 am 12.03. 08:08
+ -
Unter dem derzeitigen russischen Regime sollte man mit Russland keinen Handel mehr treiben. Lediglich die nötigste diplomatische Beziehung sollte man noch aufrechterhalten, um die schlimmsten Eskalationen zu vermeiden. Das war es dann aber auch.
[10] gettin am 21.03. 14:25
+1 -6
Ich glaube Netflix würde mich echt etwas ärgern. Der Rest würde mich relativ kalt lassen.

Besonders Facebook und Instagram sollte hierzulande auch verboten werden aufgrund der bekannten DS-GVO verstöße. Wer konsequent gesetzliche Rahmenbedingungen ignoriert, sollte nicht aufgrund der Kapitalmacht eine Ausnahme darstellen.

Edit: (Sollte natürlich Facebook heißen. Netflix sollte nicht verboten werden. Was sollte ich sonst den ganzen Tag machen...)
[re:1] sunrunner am 21.03. 14:29
+1 -2
@gettin: In wie weit verstößt Netflix denn gegen die DSGVO? o.o
Also Facebook, Instagramm und TikTok dürfen gerne weg, ist ja eh nur noch Panikmache und belangloser Werbemüll.
[re:1] gettin am 21.03. 18:12
+ -
@sunrunner: das DS-GVO war nur auf Meta bezogen. Das Netflix war nen schreibfehler von mir....
[11] Fanta2204 am 21.03. 14:33
+8 -2
Da muss sich das Volk an Putin wenden, mein Mitleid jedenfalls hält sich in Grenzen.
[re:1] Joyrider am 21.03. 14:54
+2 -5
@Fanta2204: So wie du dich an Herrn Scholz wenden würdest, wenn dir zB die nicht-Verfügbarkeit eines internationalen Dienstes missfällt?
Und selbst wenn du das tun würdest, wie hoch schätzt du dann deine Erfolgschancen ein?
[re:2] skrApy am 21.03. 15:22
+2 -1
@Fanta2204: auch kein Mitleid.
[12] DasRenTier am 21.03. 16:13
+2 -2
Ich Schätze die meisten Russen wissen wie man VPN nutzt. Außerdem bin mir recht sicher, dass die meisten auch die Wahrheit kennen. Sich gegen ein totalitäres Regime auflehnen traut aber verständlicher weise niemand wenn man die sieht, dass in der Ukraine das Feuer gegen Demonstranten eröffnet wird.
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