Statistik: Jeder zehnte Gamer in Deutschland streamt auf Twitch & Co.

Während das Streamen von Videospielen in China und vor allem Indien einen besonders hohen Stellenwert einnimmt, platziert sich auch Deutschland unter den Top 5 der Länder mit dem prozentual größten Anteil an Spielern, die als Content-Creator auf Plattformen wie Twitch und YouTube Gaming unterwegs sind. Aus einer Statista-Umfrage zwischen Februar 2020 und März 2021 geht hervor, dass jeder zehnte Gamer in Deutschland streamt. Auf einen ähnlich hohen Anteil kommen Frankreich und die Vereinigten Staaten (USA).

Knapp vor Deutschland liegen die Schweiz und Australien, während China und Indien mit 20 Prozent respektive 27 Prozent einen besonders hohen Anteil an Spielern verzeichnen, die Inhalte auf den bekannten Streaming-Plattformen teilen. Statista bewertet die Analyse wie folgt: "Immer mehr Menschen finden Gefallen daran, anderen beim Spielen von Videospielen zuzusehen. Twitch beispielsweise verzeichnet 2021 im Schnitt über eine Milliarde Visits pro Monat. Einige Kinder heutzutage träumen nicht mehr davon später einmal Feuerwehrmann zu werden, sondern wünschen sich eine Karriere als Streamer."

Auch aus finanzieller Sicht fällt die Wahl des Berufs häufig auf den des Influencers oder Streamers. Schließlich tragen bekannte Persönlichkeiten ihren damit erreichten Reichtum oft über die sozialen Netzwerke nach außen. Allein durch Abonnenten auf Twitch, YouTube und Co. erwirtschaften viele Streaming-Promis jährliche Einnahmen im sechs- und gar siebenstelligen Bereich. Eigenes Merchandising und Sponsoringverträge, ebenso wie exklusive Partnerschaften mit den Streaming-Portalen selbst, sorgen für ein zusätzliches Einkommen. Ninja, PewDiePie, Montana Black und Co. sind nur einige wenige Namen. Doch ähnlich wie der Kindheitswunsch Astronaut zu werden, dürften es nur wenige Streamer hoch hinaus schaffen.

Statistik: Jeder zehnte Gamer in Deutschland streamt auf Twitch & Co.
[o1] laforma am 15.06. 13:21
+1 -4
wow und wir fragen uns wofuer wir auf der welt soviel strom verschwenden. jeder zehte gamer streamt und verbratz mit videokonvertierung und datenuebertragungen SINNLOS strom. wieviele zuschauer sollen die dann haben? ~0.05?
[re:1] sunrunner am 15.06. 13:40
+ -
@laforma: Tja, möchte halt jeder der nächste große Ninja, Gronkh oder sonst wer werden.
Geh mal in eine Grundschule und frag die Kinder, was die später mal machen wollen.
Viele antworten: Streamen oder YouTube

Vor allem ist das gefählrich für junge Mädchen, wenn man mal sieht, wie die Teilweise bei Twitch sich präsentieren. Das geht schon sehr nah an einschlägige Cam-Girl Webseiten ran, nur das es halt "noch" FSK-12 gerecht bleibt...
[re:1] Runaway-Fan am 15.06. 14:13
+ -
@sunrunner: Früher war es halt "Sänger:in", "Schauspieler:in", "Modell", "Fußballer:in" oder "Rennfahrer:in". Es gab schon immer utopische Vorbilder, wo man objektiv genau wusste, dass die Chancen sehr sehr gering sind, dort erfolgreich zu sein.
Und hier hängt es wieder mal am Einfluss der Eltern, die Kinder zu erden und im erwähnten Fall mit den Twitch-Cam-Girls zu schützen.
[re:1] sunrunner am 15.06. 14:19
+ -
@Runaway-Fan: Ich muss aber sagen, dass ich es bedenklich finde, dass meine Nichte mit 14 Jahren darüber nachdenkt auf Twitch zu streamen, weil andere da auch so viel Geld mit machen, nur weil sie ein Mädchen ist...
Sie ist noch nicht mal ansatzweise 16 bzw 18 und denkt schon darüber nach sich im Internet zu zeigen um Geld zu verdienen.....
Da wäre es mir doch 1000x lieber, dass sie Sagt sie möchte Schauspielerin sein und lernt zuhause Schauspielern. Modeln oder Fußball...
[re:1] Runaway-Fan am 15.06. 14:47
+ -
@sunrunner: Das stimmt. Aber in gewisser Weise ist das ein Grundproblem vom Internet. Niemand würde ein 10jähriges Kind in einen Puff reinlassen; aber ins Internet schon.
Man kann hier leider auch schwierig argumentieren, denn es ist "leicht" verdientes Geld. Ist halt eine sehr persönliche Frage, wieviel einem das wert ist.
[re:2] Arhey am 15.06. 14:40
+2 -
@laforma: Moralapostel uuuh Spaß kostet Energie, geht bitte alle ins Mittelalter und spielt mit Steinen...
Wenn ich solche Kommentare lese, dann braucht man sich nicht wundern warum die Digitalisierung teils so hinterher hinkt in DE.

Streamen kostet im Gegensatz zum Zocken selbst kaum mehr an Strom. Die Server und Backend laufen so oder so.

Gerade zu Zeiten von Corona kann man so sozial interagieren und vielleicht sogar Freunde finden. Ich habe auch einige wirkliche Freunde durch Twitch gefunden mit denen ich regelmäßig gemeinsam zocke oder mich auch mal privat treffe.
[o2] Forcas73 am 15.06. 14:44
+1 -
Also ganz ehrlich, bin ja schon n bisschen älter (40+) mir ist der Grund warum ich meine oder unsere Spiele-Sessions , auf Twitch , YT Gaming & Co streamen sollte nicht ganz ersichtlich , genauso warum ich irgendjemand beim "datteln" zusehen sollte , gucke wenn überhaupt mal kurz n paar 10-20 Minuten "Let´s Play´s" , als Entsscheidungshilfe beim Kauf ... spiele dann doch lieber selber , anstatt zuzugucken ... aba muss jeder selbst entscheiden.
[re:1] Mandharb am 15.06. 16:55
+ -
@Forcas73: Um dich mal etwas aufzuklären: Wenn du nicht mit dem Ansporn streamst, andere unterhalten zu wollen, dann solltest du das klar lassen. Mit einfach nur "zocken", kommst du nicht weit in der Streaming Welt. Und dann kommt die Frage, ob man auch wirklich unterhaltsam ist!

Thema "Wer schaut sowas?" - Wer schaut heute TV / hört Radio? Andere hören Podcasts oder Musik während des Zockens. Und dann gibt es halt Leute, die schauen zur Unterhaltung halt Streams. Ich sehe das Problem damit nicht! Und dann müsste man jetzt noch schauen, was für Streams man sich jetzt anschaut. Es gibt ja nicht nur reines "zocken" als Stream. Es gibt zB. Unterhaltung, Wissensvermittlung, Musik, Kunst, Wettkämpfe, Sport usw. als Streams. Wenn du in einen für dich langweiligen Stream rein schaust, dann hast DU was falsch gemacht! Und nicht das "neue" Medium Streaming. Und ja, ich bin auch im Altersbereich 40+. Gruß
[re:2] TobiasH am 16.06. 01:07
+ -
@Forcas73: ich frag mich ja auch wer Fußballern beim Spielen zuschaut... Jeder hat andere Interessen...
[o3] Trashy am 15.06. 14:58
+ -
Die Statistik ist doch eh nicht repräsentativ. Letzten Monat gabs auf Twitch (90% Marktanteil, 90% Streamtime-Anteil, 67% Watchtime-Anteil, Q4 2020) gerade mal knapp über 70k Unique-Streamer aus Deutschland, von denen abseits der "Top 10k"-Grenze kaum noch einer über 10 Zuschauer hat.

Greift gerne hoch und lasst es mit Youtube, Facebook & Co 100k oder gar unrealistische 200k Unique-Streamer pro Monat sein. Wenn das die besagten 10% sind, haben wir nach dieser Statistik nur 1-2 Mio Gamer in Deutschland? Macht irgendwie keinen Sinn. Selbst 1% wär vermutlich noch zu hoch. ^^
[o4] DerLars86 am 16.06. 10:59
+ -
Selbst wenn jeder 10 Gamer am Streamen ist, so wird in Deutschland auch jeder 2 damit schnell wieder aufhören weil er nicht vernünftig Streamen kann weil seine Leitung keine Konstanten 10-20 Mbit Upload Schafft und somit nur Artefaktenbrei beim Zuschauer ankommen. Dazu kommt das viele es ausprobieren und nach kürzester zeit merken das es kein Spaß macht wenn kein Zuschauer da ist und es einem vorkommt als redet man nur mit sich selbst und man immer Entertainen muss falls jemand gerade dazu kommt.
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