Die Wikipedia hat ein Wartungsproblem

Wie der Blick auf eine Übersichtsseite der deutschen Wikipedia mit Wartungskategorien zeigt, hat das Online-Lexikon ein Wartungsproblem. Demnach sind beispielsweise über 3.500 Einträge als veraltet gekennzeichnet. Im Internet Archive gespeicherte Screenshots derselben Seite aus den Jahren 2013 und 2016 verdeutlichen, dass die Zahl der wartungsbedürftigen Artikel stark zugenommen hat. Da längst nicht alle überarbeitungsbedürftigen Seiten gemeldet werden - die FAZ nennt als Beispiel Lloyd Blankfein, der fälschlicherweise noch als Vorstandschef der Investmentbank Goldman Sachs geführt wird - dürfte die Dunkelziffer noch erheblich höher liegen. Der Grund für den Bearbeitungsstau ist denkbar einfach: Laut Wikimedia Statistics ist die Zahl der Autoren seit Jahren rückläufig.

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[o1] Edelasos am 19.02. 15:38
+6 -4
Mensch:
Will am liebsten alles kostenlos. Selbst umsonst Arbeiten will er aber nicht.
[re:1] MarcelP am 19.02. 15:57
+3 -5
@Edelasos: Zumindest nicht wenn die Wikimedia jährlich Spenden in Millionenhöhe sammelt. Ich habe dunkel in Erinnerung, dass das nicht nur für die Webseite/Infrastruktur gedacht war sondern auch für Leute die solche Hilfstätigkeiten durchführen.
[re:1] toco am 19.02. 16:34
+18 -
Und zumindest nicht, wenn man als Autor oder Artikelverbesserer von den angestammten platzhirschen dermaßen zusammengelöscht wird dass es einfach keinen Spaß mehr macht.
[re:1] Postman1970 am 19.02. 17:06
+8 -
@toco: Das kann ich nachvollziehen. Bei Wiki ballen sich oft die Klugscheißer der Klugscheißer und wenn man die Änderungsprotokolle durchliest, bemerkt man etliche Kleinkriege und dass über Punkt und Komma diskutiert wird.

Auf so etwas hätte ich in meiner privaten Zeit kein Interesse.
[re:1] serra.avatar am 19.02. 17:31
+5 -
@Postman1970: naja da wird aber nicht nur kluggeschießen sondern auch gezielt manipuliert! Gerade bei den politischen und wirtschaftlichen Themen ... darf man der Wikipedia nicht trauen.
[o2] Runaway-Fan am 19.02. 15:50
+15 -
Wie ist denn der Vergleich zu anderssprachigen Wikipedia-Communitys?
Vor vielen Jahren habe ich mal ein wenig mitgemacht bei Wikipedia und ein paar Artikel aktualisiert und ergänzt. Die Lust verging mir schnell, weil man sich für jeden Punkt und jedes Komma rechtfertigen musste, Dinge wurden als "unbedeutsam" wieder entfernt, obwohl der englischsprachige Artikel an sich schon weit umfangreicher war. Die deutsche Seite galt als überbürokratisiert und schreckte neue Leute ab. Falls sich daran nichts geändert hat in den letzten Jahren, wundert mich die mangelnde Mitmachbereitschaft im deutschsprachigen Raum nicht.
[re:1] LordK am 19.02. 15:56
+9 -
@Runaway-Fan: Da gebe ich dir Recht. Diese Problematik ist ein ziemlich Deutsches Problem und hat einige Leute vergrault. Ich habe doch eher etwas mehr "Unbedeutsames" und motiviere dadurch neue Autoren als dass ich gleich deren ersten Artikel lösche, nur weil er nicht bedeutsam genug ist. An meinem ersten Artikel saß ich auch recht lange und der wurde genau aus dem gleichen Grund gelöscht (war ein regional aktiver Verein). Das Problem ist, dass es bei Wikipedia einige Wichtigtuer gibt und durch solche Geschichten Macht ausüben, auch wenn es eigentlich eine Gemeinschaft auf Augenhöhe sein sollte.
[re:2] Freudian am 19.02. 16:05
+2 -1
@Runaway-Fan:
https://www.youtube.com/watch?v=wHfiCX_YdgA
Und davon gibts noch nen zweiten Teil...
[re:3] wertzuiop123 am 19.02. 16:14
+ -
@Runaway-Fan: Hat sich eher noch verschlimmert
[re:4] Akkon31/41 am 19.02. 21:05
+ -
@Runaway-Fan: Noch ein Leidensgenosse ^^. Ich habe auch mal eine Zeitlang versucht, mitzuwirken. Aber es hat keinen Zweck.
[o3] LordK am 19.02. 15:53
+2 -1
Naja, ich seh das nicht so kritisch: Zum einen sollte jeder Benutzer wissen dass man sich nicht blindlings auf Wikipedia verlassen sollte (was ich selbst als Wiki-Autor sage), wie bei den anderen meisten Medien auch und zum anderen ist Wikipedia immer noch aktueller als das klassische Lexikon. Wenn ich da meine Brockhaus daheim anschaue... ;-)
[re:1] Hanni&Nanni am 20.02. 00:00
+1 -
@LordK: Aber was nutzt Aktualität, wenn man dem Wissen nicht trauen kann? Beim Brockhaus ist mir nicht bekannt, dass man sich auf das dort gespeicherte Wissen nicht verlassen konnte. Was da drin stand war geprüft und fakt. Bei Wikipedia ist im Endeffekt alles teilweise wahr aber auch teilweise falsch.
[re:1] LordK am 20.02. 07:28
+ -
@Hanni&Nanni: Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit dass etwas wirklich falsch ist? Diese ist sehr gering. Der Vorteil am Wiki ist, dass die Quellen angegeben sind. Und bei einem Brockhaus habe ich schon öfter mal was Falsches gefunden, weil die (damaligen) Redakteure nicht jeden Eintrag auf Aktualität geprüft haben.
[o4] Johnny Trash am 19.02. 15:53
+5 -
Kein Wunder. Der Ärger ist hausgemacht. Interessant wäre tatsächlich mal ein Internationaler Vergleich!
[o5] lasnik am 19.02. 16:36
+ -
ich habe davon gehört. jemand schreibt immer die Wahrheiten wieder um. ^^ Funfact wikipedia wurde doch auch im 2001 ins leben gerufen.
[o6] flash82 am 19.02. 16:51
+2 -
de.wikipedia hat derzeit 2.27 Millionen Artikel. Davon sind gerade mal 1,57% mit fehlenden Belegen, 0.63% lückenhaft, 0,45% die überarbeitet werden müssen und 0,16% veraltet. Das sind meiner Ansicht nach ziemlich gute Zahlen, besonders wenn man bedenkt, dass die Zahl der Artikel seit 2013 um gute 90% angestiegen ist (von damals ~1.2 Millionen auf 2.273.912 aktuell). Wenn man vom starken Anstieg der veralteten Artikel absieht, sind die anderen in der Statistik angeführten Kategorien wesentlich langsamer gewachsen als die deutschsprachige Wikipedia als ganzes.
[o7] Ludacris am 19.02. 17:03
+3 -
pff verständlich. Jede einzelne Änderung die ich bisher auf Wikipedia gemacht hab wurde rückgängig gemacht - sogar so kleinigkeiten wie das übertragen einer Versionshistorie (Windows Phone wenn ich mich richtig erinnere) von der englischen in die deutsche Wikipedia mit entsprechender Quellenangabe (wurde damals als Urheberrechtsverstoß zurückgewiesen). Nach dem mir dann einige Artikel die ich selbst verfasst habe (und mit entsprechenden Quellen belegt habe) gelöscht wurden hab ich den Hut drauf geschmissen.
[re:1] larsh am 19.02. 19:58
+ -1
@Ludacris: Gibts für sowas eigentlich eine Art "Schiedsstelle"? Scheinst ja bei weitem nicht alleine zu sein mit dem Problem.
[re:1] Akkon31/41 am 19.02. 21:07
+3 -1
@larsh: Nein, gibt es es nicht. Die Admins können da machen was sie wollen. Leider.
[re:1] Blackland am 20.02. 09:04
+2 -
@Akkon31/41: Kann ich definitiv bestätigen! Wollte da was ändern, was meine Familie betrifft, wurde verweigert. Gibt keine Möglichkeit, da einzuwirken, da in einigen Bereichen Monopol der/des Admin herrscht und einige auch noch über Ihr "Wissen" publizieren und dann Änderungen nicht gebrauchen können. Zensur und Willkür pur. :(
[o8] Echorausch am 19.02. 17:44
+5 -
Ist ja mittlerweile bekannt das es bei der Wikipedia ein paar Gruppen gibt die nicht ganz sauber sind. Dazu muss man sich nur mal das Netzwerk hinter der Wikipedia angucken oder deren Verknüpfungen. Da wirds einem teilweise schlecht ...

Kein Wunder das viele keine Zeit mehr investieren wollen, denn sobald du in einigen Bereichen versuchst etwas zu editieren was dem elitärem Kreis nicht passt wirst du einfach gelöscht wenn du nicht spurst.

Finde es übrigens richtig das Wikipedia in Schulen nicht als Quelle angegeben werden darf.
[o9] freakedenough am 19.02. 18:44
+9 -1
nachdem die extreme copyright und quellennazis sind, können sie mich. habe genug von diesem rückgängig gemacht shizzle. hast screenshots von win9x drinnen und dann machst ein foto von einem gerät wo grad win95 läuft, wird dein bild gelöscht wegen copyright weil die schöpfungshöhe da plötzlich nicht greife. wilder westen, drauf geschissen. andere beiträge von mir elendslang von scratch geschrieben zB über "compaq portable 386" wolltens mir ganz löschen weil "irrelevant" (aus sicht irgendeines admins). unglaublich. ich helfe denen nicht mehr und weiche nun auf non-wiki-seiten aus wenn geht.
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