WhatsApp-Datenleck: 487 Mio. aktuelle Nutzerdaten stehen zum Verkauf

John Woll, 25.11.2022 15:30 Uhr 44 Kommentare
Im Netz sollen Millionen von Nutzerdaten, die aus dem Mes­sen­ger Whats­App stammen, zum Verkauf stehen - auch Da­ten aus Deutschland sind darunter. Die gestohlene Datenbank um­fasst dem­nach 487 Mil­lio­nen Handynummern von Nutzern aus dem Jahr 2022.
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Angeblicher WhatsApp-Leak: Fast 500 Millionen Telefonnummern aus 84 Ländern

Datensätze von Nutzerdaten werden immer wieder im Netz auf einschlägigen Plattformen angeboten. Wie Cybernews berichtet, war am 16. November in einem bekannten Hacker-Forum ein solches Angebot aufgetaucht. Die versprochene Ware: eine Datenbank mit 487 Millionen Handynummern von WhatsApp-Nutzern aus dem Jahr 2022. Cybernews schreibt, dass man diese Behauptung auf Basis einer Stichprobe "wahrscheinlich" bestätigen kann.

Das Angebot: 487 Millionen Handynummern von WhatsApp-Nutzern

Der Datensatz umfasst demnach Nutzerdaten des Messengers aus insgesamt 84 Ländern. Mit 45 Millionen Einträgen liegt Ägypten an der Spitze der geleakten Telefonnummern, danach folgen Italien (35 Millionen), die USA (32 Millionen) Saudi-Arabien (29 Millionen), Frankreich (20 Millionen) und die Türkei (20 Millionen). Aus Deutschland wollen die Akteure rund 6 Millionen Telefonnummern bieten können, die in diesem Jahr aktiv für WhatsApp genutzt wurden.

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Die Investigation

Dass es sich bei dem angebotenen Datensatz sehr wahrscheinlich um einen echten Leak handelt, will Cybernews im direkten Kontakt mit dem Anbieter des Datensatzes überprüft haben. Auf Anfrage habe man demnach von dem Verkäufer eine Stichprobe von Daten erhalten, die 1097 britische und 817 US-amerikanische Nutzernummern umfasste. Eine Untersuchung zeigte, dass diese tatsächlich WhatsApp-Nutzern zuzuordnen sind.

Wie die Akteure an die Daten gelangt sind, bleibt dagegen vorerst Gegenstand von Spekulationen. "Der Verkäufer hat nicht spezifiziert, wie er die Datenbank erhalten hat", so Cybernews. Scraping, also das automatisierte Sammeln von Informationen in großem Umfang, scheint hier aber einer der wahrscheinlichen Erklärungsansätze. Das verstößt zwar gegen die Nutzungsbedingungen von WhatsApp, Mutterkonzern Meta steht aber schon länger in der Kritik, diese Methoden der Sammlung von Nutzerdaten durch Dritte nicht zuverlässig abzuwehren.

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